FC Wacker Tirol

Bundesliga

Wacker Tirol vor Woche der Wahrheit

Nach fünf Runden noch ungeschlagen: Gegen Pasching und Salzburg müssen die Tiroler nun aber ihre Klasse beweisen.

Die Tiroler wollen ihre Erfolgsserie am Samstag gegen den FC Superfund Pasching prolongieren, während UEFA-Cup-Qualifikant SV Ried den Aufsteiger SCR Altach empfängt. Rekordmeister SK Rapid kämpft am Sonntag gegen den GAK um den Anschluss an die Tabellenspitze.

Tirol muss Druck standhalten
An der Tabellenspitze steht nach Verlustpunkten völlig überraschend der FC Wacker ganz oben. " Das ist eine völlig neue Situation für uns. Die Spieler müssen jetzt beweisen, dass sie dem Druck, ganz vorne mitzuspielen, standhalten können ", erklärte Tirol-Coach Frantisek Straka, der von einer "Woche der Wahrheit" spricht. Auf den Vorjahres-Dritten Pasching folgen am Mittwoch das Nachtragsspiel gegen den GAK und am Wochenende ein möglicher Schlager in Salzburg.

"Wir würden sehr gerne dort vorne bleiben und beweisen, dass unser guter Start kein Zufall war", betonte Straka, der die Aufbauarbeit von Stanislaw Tschertschessow im Sommer fortgesetzt hat. "Die Mannschaft ist reifer geworden." Der zuletzt öffentlich von seinem Präsidenten Franz Grad kritisierte Pasching-Trainer Milan Djuricic zollte den Tirolern beinahe über Gebühr Respekt: "Ich stelle sie sogar auf eine Stufe mit der Austria oder Salzburg."

Rapid muss Heimserie prolongieren
Als dritte Kraft neben den beiden Topfavoriten will sich auch Rapid etablieren. "Dafür brauchen wir diese drei Punkte gegen den GAK. Mit einem vollen Stadion im Rücken bin ich auch zuversichtlich, dass wir das schaffen werden", meinte Rapid-Coach Georg Zellhofer. Langsam kehrt auch die Heimstärke nach Hütteldorf zurück. Die vergangenen vier Ligaspiele in "St. Hanappi" hat der Rekordchampion allesamt gewonnen. "Wenn wir mehr als 100 Prozent geben und endlich unsere Chancen nützen, ist aber eine Überraschung möglich", sagte GAK-Trainer Lars Söndergaard.

Ried vor Altach gewarnt
In Ried stehen sich die Aufsteiger der vergangenen beiden Jahre gegenüber. Altach-Trainer Michael Streiter kündigte an, seiner Linie treu zu bleiben und auf Angriff spielen zu lassen. " Wir planen einen weiteren Sieg ein." Ried-Coach Helmut Kraft warnte vor den Vorarlbergern: "Sie sind eine unheimlich offensivstarke Mannschaft." Neuzugang Leonardo hatte den SCR in der Vorwoche mit drei Toren beim 4:1 gegen Sturm beinahe im Alleingang zum ersten Sieg in der Bundesliga geschossen.

Im Gegensatz dazu hält die gesamte Rieder Mannschaft erst bei einem Saisontreffer. "Das ist ein Kopfproblem", meinte Kraft. " Gewisse Dinge kann man nicht trainieren. Die Spieler sind jetzt gefordert." Vor allem im Hinblick auf das Europacup-Rückspiel am Donnerstag in Genf gegen Sion. "Mit dem Selbstvertrauen eines Sieges dorthin zu fahren, wäre sehr wichtig."