Die iranische Fußball-Nationalmannschaft zeigt sich trotz des Kriegs des Landes mit den USA zuversichtlich für die Teilnahme bei der dortigen Weltmeisterschaft in diesem Sommer.
"Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir so Gott will dann auch tun", sagte Teamchef Amir Ghalenoei. Der Verband arbeite bereits an den weiteren Vorbereitungen, darunter auch Testspiele, sagte der Teamchef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
»Je normaler die Lage, desto wahrscheinlicher Teilnahme«
Auch Sportminister Ahmed Donjamali äußerte sich optimistisch über eine Teilnahme, solange die zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe halte: "Je normaler die Lage, desto wahrscheinlicher die Teilnahme." Eine weitere Bedingung ist dem Minister zufolge die Sicherheit von Spielern und Trainerstab, diese müsse von den USA gewährleistet werden. Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad erstmals seit Kriegsbeginn direkte Gespräche geführt - ohne greifbares Ergebnis.
Die Entscheidung über eine WM-Teilnahme des Iran solle vom Nationalen Sicherheitsrat des Landes in Abstimmung mit der Regierung getroffen werden, hieß es zuletzt. Dieser Rat ist das höchste Entscheidungsgremium und steht unter der Aufsicht des Obersten Führers Modschtaba Chamenei sowie der Leitung von Präsident Massud Peseschkian. Irans Gruppenspiele der WM (11. Juni bis 19. Juli) gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und nahe Los Angeles geplant.