In Miami herrscht Alarmstufe Rot: Heftige Regenfälle und Gewitter bedrohen den Formel-1-Grand-Prix. Die Veranstalter bereiten sich bereits auf Evakuierungen und einen geänderten Zeitplan vor.
Das Wetter-Update sorgt im Fahrerlager für rauchende Köpfe, denn die Regenwahrscheinlichkeit für den Grand Prix am Sonntag, 22:00 Uhr, liegt aktuell zwischen 50 und 90 Prozent. Besonders kritisch wird die Situation durch drohende Gewitter, da die örtlichen Regeln in Miami keinen Spielraum lassen: Sobald ein Blitzschlagrisiko besteht, müssen alle Personen – vom Mechaniker bis zum Fan – die Strecke und die Tribünen sofort verlassen und Schutz im Hard Rock Stadium suchen. Entsprechende Fluchtwege sind bereits seit Donnerstag ausgeschildert.
Alternative Pläne der Veranstalter
Um ein komplettes Chaos zu verhindern, arbeiten die Verantwortlichen an verschiedenen Szenarien. Sollte eine präzise Vorhersage möglich sein, könnte der Rennstart nach vorne verlegt werden – entweder auf den Sonntagmorgen oder sogar komplett auf Samstag. Falls das Unwetter erst während des Events aufzieht, bleibt ein Zeitfenster von vier Stunden bis zum Sonnenuntergang für eine mögliche Unterbrechung und Fortführung des Rennens.
Fahrer sorgen sich um Sicherheit
Die Piloten blicken dem nassen Asphalt mit gemischten Gefühlen entgegen. Oscar Piastri (25) von McLaren gibt zu bedenken, dass viele Fahrer die aktuellen Autos noch nie im Regen gesteuert haben. Charles Leclerc (28) sieht in den unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei Nässe sogar ein Sicherheitsrisiko. Für Verwirrung sorgte Sergio Pérez, der fälschlicherweise von einem Sondertreffen mit der Fia sprach. Der Weltverband dementierte dies zwar, bestätigte aber, die Wetterlage genauestens zu beobachten. Eine komplette Absage des Rennens steht derzeit nicht im Raum.