Mercedes-Sportchef Toto Wolff und Red-Bull-Berater Helmut Marko

WM-Thriller

Jetzt zittert Wolff vor Red Bull

Nach zwei Pleiten herrscht dicke Luft im Mercedes-Werk. Boss Toto Wolff ist sauer.

"Wir wissen, was es braucht, um Meisterschaften zu gewinnen, und auf diesem Level sind wir derzeit nicht", bekannte das Mercedes-F1-Team auf seiner Facebook-Seite. "Deswegen müssen wir uns neu sammeln, zurückkommen und performen, wie wir es können."

Im Schlusssatz lässt die Handschrift von Teamchef Wolff erkennen: "Wir hatten schon zuvor solche Tage und sind jedes Mal stärker zurückgekommen, und das werden wir auch in Frankreich tun."

Vor der WM-Fortsetzung in Le Castellet am 20. Juli will man im Mercedes-Werk "jeden Stein umdrehen". Dabei ist in der WM trotz der Baku-Nullnummer (Lewis Hamilton als Zwölfter ohne Punkte) nichts passiert. Da Max Verstappen in Führung liegend ausfiel, bleibt der WM-Vorsprung des Red-Bull-Stars bei vier Punkten.

Trotzdem mahnt Wolff, dass man die WM an Verstappen und Red Bull verlieren könnte: "Wir können nicht weiter so Punkte verlieren wie in Monaco (Hamilton nur auf Platz 7, Anm. d. Red.) und in Baku." Im Mercedes-Werk will man, wie es in einem Posting heißt, "jeden Stein umdrehen." Die Fehlerquote in allen Bereichen des Teams ist, so Wolff, zu hoch. Dass sich Rekordweltmeister Hamilton nach einer bislang fehlerfreien Saison ausgerechnet jetzt einen kapitalen Verbremser leistete, passt nur zu gut ins Bild.

Le Castellet ist wieder ein Mercedes-Kurs

Das Mercedes-Motto lautet: Aus Fehler lernen und nach vorne blicken. Zuversichtlich stimmt Wolff, dass Monaco und Aserbaidschan die vermutlich beiden schlechtesten Rennen für Mercedes waren. "Hoffentlich behalte ich recht mit dieser Einschätzung."

Le Castellet gilt als "Mercedes-Kurs". Die letzten beiden Rennen dort 2018 und 2019 gewann Hamilton, 2020 fiel der Frankreich-GP wegen Corona aus. Gut für die Silberpfeile, dass jetzt wieder gefahren wird!