Die Formel 1 befindet sich aktuell in ihrer April-Pause. Eigentlich ist dies eine Phase, in der die Fahrer durchatmen und neue Kraft tanken sollen.
Doch für Max Verstappen bietet die rennfreie Zeit derzeit vor allem Raum für tiefgreifende Zukunftsgedanken. Den Niederländer ereilt ausgerechnet jetzt die nächste Hiobsbotschaft: Sein langjähriger Renningenieur und engster Vertrauter Gianpiero Lambiase wird Red Bull Racing Ende 2027 verlassen und zum Rivalen McLaren wechseln.
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Verstappen verliert seine wichtigste Bezugsperson
Für Verstappen bedeutet der Verlust von Lambiase den Abschied von einer entscheidenden Säule seines Erfolgs. Die beiden arbeiten seit Mai 2016 zusammen, als der heute 28-Jährige von Toro Rosso zu Red Bull befördert wurde. Ihre von Vertrauen und schonungsloser Ehrlichkeit geprägte Partnerschaft resultierte in vier Formel-1-Weltmeistertiteln.
Vorzeitiger Rücktritt?
Die Meldung trifft den Niederländer in einer ohnehin extrem kritischen Phase. Bereits seit dem schwierigen Start in die Saison 2026 und seiner offenen Unzufriedenheit mit dem neuen Reglement dominieren Spekulationen über einen vorzeitigen Rücktritt des Champions das Fahrerlager. Die ruhigen April-Wochen geben Verstappen nun unfreiwillig viel Zeit, um zu evaluieren, ob er sich den massiven Umbruch bei Red Bull überhaupt noch antun möchte.
McLarens Großangriff auf Red Bull
Wie die Zeitung De Limburger berichtet, hat McLaren den Kampf um Lambiase, der zudem als Leiter des Rennbetriebs fungiert, gegen die Konkurrenz von Aston Martin und Williams für sich entschieden. Quellen bestätigten gegenüber RacingNews365, dass Lambiase einen millionenschweren Vertrag in Woking unterzeichnet haben soll. Der Deal passt perfekt in die jüngste Strategie von McLaren, hochrangiges Personal direkt vom sportlichen Konkurrenten abzuwerben: Rob Marshall stieß bereits zuvor als Chefdesigner zum Team. Will Courtenay vollzog ebenfalls den Wechsel und ist nun als Sportdirektor für McLaren tätig.
Der beispiellose Bullen-Aderlass
Lambiase reiht sich in eine lange und schmerzhafte Liste von Abgängen ein, die Red Bull in den vergangenen Monaten verkraften musste. Das Weltmeister-Team blutet personell förmlich aus. Adrian Newey: Der Star-Designer verließ das Team in Richtung Aston Martin. Jonathan Wheatley: Der langjährige Sportdirektor wanderte zu Audi ab. Führungsebene: Chefberater und Verstappen-Förderer Helmut Marko verließ das Team Ende letzten Jahres. Zudem wurde der ehemalige Teamchef Christian Horner im vergangenen Juli entlassen und durch Laurent Mekies ersetzt.