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Skandal um Gebühren-Gelder

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Die Doppel-Ausstrahlung von ORF und ServusTV des Spielberg-Wochenendes sorgt für Wirbel.

Empörung bei Österreichs Gebührenzahlern über die zeitgleiche Ausstrahlung des Formel 1-Grand Prix von Spielberg auf Servus TV und im ORF. Beide Sender übertrugen den Österreich-Grand Prix am Sonntag zeitgleich (!) und nahezu ident – und zwar neun Stunden lang parallel mit den gleichen Bildern. Das wäre an sich schon absurd…

Nicht nur absurd sondern ein Skandal ist es freilich, dass der ORF für die zeitgleiche Übertragung des auf Servus TV ohnehin übertragenen Rennens nach Insider-Informationen fast eine Million (!) Euro an Gebührengeldern verbrannt hat. Dazu kommt noch fast eine weitere Million an Produktionskosten für die insgesamt drei Tage lange Parallel-Übertragung.

Auf Social Media gingen gestern die Wogen der Empörung hoch: Für viele User war es unverständlich, dass der ORF als öffentlich-rechtlicher Sender um Millionen an Gebührengeld ein Autorennen überträgt, das man – mit identen Bildern - ohnehin gratis auf Servus TV sehen konnte. Ein Twitter-User: „So verschwendet der ORF unser Gebührengeld – höchste Zeit für einen GIS-Streik!“

Zumindest bei den Quoten war der ORF im Duell mit Servus-TV aber der große Sieger: Während auf ORF 1 am Sonntag nachmittag 757.000 Zuseher den GP von Österreich verfolgten, waren es bei Servus TV nur 183.000. Somit hat der ORF dem Privat-Sender um 2 Millionen Euro zumindest die Formel 1-Quote zerstört – ein teurer Spaß für die Gebührenzahler.
 

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