Gegen Hamilton

Warum Norris überholen musste, obwohl er nicht wollte

Während Kimi Antonelli die Headlines in der Formel 1 regiert, formiert sich weiterhin Widerstand. Sinnbildlich für die Probleme des neuen Reglements ist eine Geschichte von Weltmeister Lando Norris, der Lewis Hamilton überholen musste, obwohl er gar nicht wollte.

Der Aufruhr rund um die neue Formel 1 klingt weiterhin nicht ab. Vierfach-Champion Max Verstappen wird seines Lebens in der neuen Motorsport-Königsklasse nicht mehr froh, droht nun erneut mit dem vorzeitigen Ende. Doch auch der amtierende Weltmeister ist nicht happy.

Lando Norris wurde in seinem McLaren in Japan Fünfter, ist in der Saison noch ohne Podest. "Ja, die Rennen sehen im Fernsehen vielleicht toll aus, aber das Fahrerlebnis im Auto ist sicherlich nicht so authentisch, wie es sein müsste", so der Brite. Eine Kritik, die es auch vom Niederländer öfter gibt.

"Batterie gibt Energie ab, was ich nicht will"

Doch der 26-Jährige schießt eine kuriose Geschichte nach. Trotz anderslautender Wünsche rund um die neuen Regeln, wonach die Fahrer mehr Kontrolle erhalten sollen, bemängelt Norris, nur Passagier zu sein. In Suzuka musste er Hamilton in dessen Ferrari überholen, obwohl er es nicht wollte.

"Ich wollte Lewis (Hamilton, Anm.) gar nicht überholen. Es ist nur so, dass meine Batterie Energie abgibt, was ich eigentlich gar nicht will, aber ich kann es nicht kontrollieren", so Norris. "Also überhole ich ihn, aber dann ist meine Batterie leer, und er rast einfach wieder an mir vorbei."

Norris verlangt mehr Fahrer-Kontrolle

Den Overtake- und Boost-Modus können die Piloten zwar selbst steuern, nicht aber, wann Energie generell freigegeben wird. In der 130R-Kurve wird Energie freigesetzt, mit einem Fahrer direkt vor der Nase aber ein Problem. "Ich müsste vom Gas gehen, sonst fahre ich in ihn hinein. Ich darf nicht wieder Gas geben, denn wenn ich Gas gebe, gibt meine Batterie Energie ab, aber das will ich nicht."

Warum Norris überholen musste, obwohl er nicht wollte
© getty

Also entschied er sich für ein Überholmanöver: "Ich kann nichts dagegen machen. Als Fahrer hat man einfach zu wenig Kontrolle." Die Formel 1 steht durch die Absage von Bahrain und Saudi-Arabien jetzt vor einer fünfwöchigen Pause, in der die Teams tüfteln können. Auch  Änderungen im Reglement sind nicht auszuschließen, wenn auch keine Generalüberholung. Der Protest von einigen Fahrern wird daher nicht enden.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten