Irre: Formel 1 wird viel schneller

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Irre: Formel 1 wird viel schneller

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Wolff rechnet mit deutlich schnelleren Autos. Hat aber auch Bedenken.

Die neuen Formel-1-Boliden mit dem flacheren, breiteren Chassis und den breiteren Reifen sind laut Team-Simulationen auf WM-Kursen bis zu fünf Sekunden schneller. "Die Bandbreite liegt zwischen zwei und fünf Sekunden, weil wir mehr 'Downforce' generieren", erklärte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im Gespräch mit der APA. Allerdings gibt es noch eine große Unbekannte, nämlich den Reifen.

"Wir müssen schauen, was der Reifen hergibt, das haben wir noch nicht getestet. Wir wissen nicht, was der Reifen aushält und wie viel 'Downforce' (Anpressdruck, Anm.) er umsetzen kann. Doch im Optimalfall geht es Richtung fünf Sekunden", erklärte der 45-jährige Wiener.

"Die Simulationen haben gezeigt, dass Kurven, die nicht mit Höchstgeschwindigkeit gefahren werden konnten, nun absolut voll gehen." Am Montag war Vizeweltmeister Lewis Hamilton im Mercedes-Simulator auf dem Kurs in Montmelo bei Barcelona "unterwegs".

Belastung für Fahrer
"Lewis ist dann zu mir ins Büro gekommen und hat mir gesagt, dass in Barcelona Kurve drei und neun nun voll gehen. Das ist natürlich eine extreme Belastung für den Fahrer", erläuterte Wolff, dass auf die Piloten künftig noch größere Fliehkräfte wirken. Neben dem 32-jährigen Engländer Hamilton, der auf seinen vierten Fahrer-WM-Titel und dritten mit Mercedes nach 2014 und 2015 losgeht, ist nun Valtteri Bottas der zweite Mercedes-Pilot in der am 26. März in Melbourne beginnenden WM-Saison.

Der 27-jährige Finne, bisher Nummer eins bei Williams, löst den zurückgetretenen Weltmeister Nico Rosberg bei den "Silberpfeilen" ab. "Er ist die richtige Lösung für uns, um die Dynamik im Team beizubehalten, die wir mit Lewis und Nico hatten. Lewis und Valtteri, das ist wie Feuer und Eis und funktioniert gut. Sie schätzen sich gegenseitig, das ist eine gute Basis, um zu beginnen", merkte Wolff zur neuen Fahrerpaarung an, die erstmals bei den Testfahrten von 27. Februar bis 2. März in Montmelo Gas geben wird.

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