Lauda: "Red Bull musste verlieren lernen"

Formel 1

Lauda: "Red Bull musste verlieren lernen"

Mercedes-Boss im großen ÖSTERREICH-Interview.

Niki Lauda über sein Super-Team und Red Bull.

ÖSTERREICH: Herr Lauda, gewinnt Mercedes heuer alle Rennen?

Niki Lauda: Es schaut so aus. Ohne arrogant zu klingen, aber den Vorsprung, den wir nach vier Rennen hatten, der hat sich in Barcelona gehalten. Darum bin ich relativ beruhigt. Wenn du vom Rennspeed her in Barcelona so im Vorteil bist, brauchen die anderen mindestens vier bis fünf Rennen, um das aufzuholen.

ÖSTERREICH: Wer ist jetzt der Bessere: Lewis Hamilton oder Nico Rosberg?

Lauda: Ich habe mit beiden eine Riesenfreude. Aber Lewis fährt in einer Liga, die ich selten gesehen habe. Am obersten Limit, absolut fehlerfrei. Den Mann momentan zu schlagen, ist fast unmöglich. Nico kommt dank seiner Taktik aber näher.

ÖSTERREICH: Wie groß ist Ihr Ansporn, Red Bull beim Heimrennen am 22. Juni in Spielberg zu schlagen?

Lauda: Unser Verhältnis zu Red Bull ist in Ordnung. Auch mit Helmut Marko passt alles wieder, da herrscht gegenseitiger Respekt. Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, Mercedes würde es eine große Freude bereiten, wenn wir unseren Erfolg am Red Bull Ring fortsetzen könnten.

ÖSTERREICH: Musste Red Bull nach den vielen Erfolgen das Verlieren lernen?

Lauda: Schon. Aber Red Bull ist wieder sehr sympathisch unterwegs. Nur das war nicht immer so.

ÖSTERREICH: Dietrich Mateschitz kritisiert das Spritsparen in der Formel 1. Teilen Sie seine Meinung?

Lauda: Nein. In Barcelona hat man gesehen, kein Mensch hat gespart oder ist irgendwie herumgerollt. Im Gegenteil, da wurde bis zur letzten Runde volle Pulle gefahren. Sonst hätte Mercedes nie den 50-Sekunden-Vorsprung herausfahren können.

Diashow: Die besten Sportbilder des Tages

Die besten Sportbilder des Tages

×