Lauda: So läuft mein neuer Job

Formel 1

Lauda: So läuft mein neuer Job

Die Meldung schlug ein wie eine Bombe: Niki Lauda (63) wird der starke Mann im Mercedes-Formel-1-Team.

Von seinem Wochen­end-Domizil in Ibiza verfolgte Lauda die Reaktionen auf seine überraschende Verpflichtung beim deutschen Prestige-Rennstall. Nachdem Lauda bei den Verhandlungen zwischen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Mercedes vermittelt hatte und Rekord-Weltmeister Michael Schumacher (43) in Pension geschickt wurde, bat Daimler-Boss Dietmar Zetsche den 63-jährigen, als Vorstandsvorsitzender beim Mercedes-Formel-1-Team einzusteigen. Lauda nahm sofort an – das Finanzielle erledigt Gerüchten zufolge Mercedes-Hauptaktionär Aabar, dessen Logo Laudas Kapperl ziert.

Wie geht es jetzt weiter? Lauda zu ÖSTERREICH: „Jetzt muss ich mal offiziell zum Chairman ernannt werden. Am Donnerstag fliege ich zum GP nach Japan, wo ich ganz normal meinen RTL-Job erledige. Dann gehe ich sofort meinen Job an – mit aller Kraft. Eine Riesen-Herausforderung. Mercedes muss wieder ein schnelles Auto haben und siegen.“

ÖSTERREICH: Herr Lauda, wie gehen Sie Ihren neuen Job an?
Niki Lauda: Wenn ich in einer Woche vom Japan-GP zurück bin, werde ich mich über alle internen Dinge anständig informieren, mit Leuten reden und Analysen erstellen. Dann werde ich loslegen.

ÖSTERREICH: Wo wird Ihr Büro sein?
Lauda: Mein Büro bleibt in Wien, aber keine Sorge: Ich werde dort sein, wo was zu tun ist – zum Beispiel im Werk in Brackley. Mit meinem Flugzeug bin ich ja mobil.

ÖSTERREICH: Was sagt Ihre Frau zum neuen Job?
Lauda: Die Birgit ist da sehr liberal. Sie hat gesagt: ,Wenn es dir Spaß macht, dann tu das!‘

ÖSTERREICH: Müssen Motorsportchef Haug und Teamchef Brawn jetzt zittern?
Lauda: Ich werde sicher keine Kompromisse eingehen. Gemeinsam müssen wir schauen, dass der Mercedes für die nächste Saison konkurrenzfähig wird. Ich bin kein Ingenieur, deshalb verlange ich vom Team, dass die richtigen Leute an den richtigen Prioritäten arbeiten und herausfinden, warum das heuer nicht funktioniert hat. Red Bull hatte heuer das gleiche Problem.

ÖSTERREICH: Ging Schumis Aus, wie ,Bild‘ berichtet, schon auf Ihre Kappe?
Lauda: Michael Schumacher ist bei seinem Comeback daran gescheitert, dass das Auto nicht schnell genug war. Das war Pech.

ÖSTERREICH: Angeblich haben Sie bereits die Verpflichtung von Lewis Hamilton eingefädelt.
Lauda: Das stimmt so nicht. Ich habe mit ihm nach dem letzten GP in Singapur über ganz was anderes geredet. Da hat es noch danach ausgesehen, als würde er bei McLaren bleiben. Aber ich bin natürlich froh, dass Lewis jetzt bei uns ist. Die Fahrerfrage kann man nicht besser lösen. Ich behaupte, dass wir für 2013 mit Hamilton und Rosberg die schnellste Paarung haben.

Diashow: Lauda zeigt uns seine Zwillinge

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