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MotoGP

Stoner feiert Katar-Hattrick

Australier gewinnt zum dritten Mal in Folge Wüsten-GP vor Rossi. 250er-Sieg an Cluzel.

Der Australier Casey Stoner hat am Ostermontag das Auftakt-Rennen der MotoGP-Saison beim Motorrad-WM-Lauf von Katar in Doha gewonnen. Der Ducati-Pilot verwies bei seinem dritten Erfolg in Serie in der Wüste Titelverteidiger Valentino Rossi aus Italien und dessen Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo aus Spanien auf die Plätze. Es war ein Start-Ziel-Sieg des Australiers, der von der Pole Position aus ins Rennen gegangen war und 7,7 Sekunden Vorsprung herausfuhr. Das Rennen war nachgeholt worden, weil am Ostersonntag wegen eines Wolkenbruchs nicht gestartet werden konnte.

Stoners 24. Grand-Prix-Sieg, der 17. in der obersten Kategorie, fiel überlegen aus. Der Ducati-Werksfahrer zog von der Pole-Position unwiderstehlich weg. Nach zwei Runden hatte er schon drei Sekunden Vorsprung auf Rossi. Der Weltmeister kam zwar zwischenzeitlich wieder bis auf 1,9 Sekunden an Stoner heran, doch der Australier konnte im Gegensatz zu Rossi auch nach Rennhälfte Druck machen.

Am Sonntagabend hatten die Fahrer der Königsklasse vergebens auf ihren Einsatz gewartet. Unmittelbar vor dem Start hatte ein heftiges Gewitter eingesetzt, das über zwei Stunden andauerte und einen Start unmöglich machte.

Iannone siegt in 125er-Klasse
Der Italiener Andrea Iannone hat am Ostersonntag seinen zweiten Motorrad-Grand-Prix-Sieg gefeiert, und das nach nur vier vollendeten Runden. Der Aprilia-Fahrer war beim WM-Auftakt beim Nacht-Rennen in Doha in der 125ccm-Klasse voran gelegen, als das Rennen nach nicht einmal einem Viertel der vorgesehenen Distanz wegen einsetzenden Regens abgebrochen wurde. Nach einigem Zuwarten entschied man sich, das Rennen mit halben Punkten zu werten.

Auf nasser Strecke kann unter Flutlicht nicht gefahren werden und so musste das Rennen mit 40-minütiger Verspätung über nur 13 statt 20 Runden gestartet werden. 125ccm-Zweiter wurde Iannones spanische Teamkollege und Trainingsschnellste Julian Simon, als Dritter holte sich der Deutsche Sandro Cortese seinen ersten WM-Podestplatz. Der Oberösterreicher Michael Ranseder auf Haojue war zum Zeitpunkt des Abbruchs bereits ausgefallen, der US-KTM-Pilot Cameron Beaubier wurde 16.

250ccm/Barbera-Sieg vor Youngster Cluzel
Der Spanier Hector Barbera holte sich den Sieg in der 250ccm-Klasse. In Abwesenheit des verletzten italienischen Titelverteidigers Marco Simoncelli kam der Aprilia-Pilot in dem auf 13 Runden verkürzten WM-Auftaktrennen vor seinem erst 16-jährigen französischen Teamkollegen Jules Cluzel zum Sieg. Dritter wurde Cluzels Landsmann Mike di Meglio. Der 125-ccm-Weltmeister 2008 erreichte gleich in seinem ersten Rennen nach dem Umstieg in die Viertelliterklasse wieder einen Podestplatz.