Streit um Webber bei Red Bull

Nach Attacke auf Vettel

Streit um Webber bei Red Bull

Webbers Attacke in Silverstone hat bei RB Racing Richtungsstreit ausgelöst.

Mark Webber hatte beim GP von England die Teamorder missachtet und den auf Platz zwei fahrenden Vettel in den Schlussrunden angegriffen. Daher hatte ihn Red-Bull -Teamchef Christian Horner auch zum Rapport bestellt und getadelt. „Wir haben uns Mark zur Brust genommen“, bestätigt Horner. ­Pikant: Rennstallbesitzer Dietrich Mateschitz stellt sich hingegen hinter seinen Fahrer.

Mateschitz: Mark Webber bekommt neuen Vertrag
Mateschitz schloss sogar vertragliche Konsequenzen für den Australier aus. „Die Vertragsverlängerung mit Mark steht doch außer Zweifel. Dass er bei uns bleiben wird, ist völlig klar“, sagt der Getränke-Milliardär. Mateschitz äußerte auch Verständnis für das knallharte Manöver von Webber: „Er wäre ein schlechter Rennfahrer, hätte er es nicht versucht.“

Webber wehrt sich gegen die Adjutantenrolle
Horner war da ganz anderer Meinung. „Mark trieb Sebastian ans äußerste Limit und brachte beide an zwei Stellen völlig sinnlos in Crash-Gefahr. Das geht nicht“, schimpft er. Webber hatte seine Befehlsverweigerung dazu noch öffentlich verteidigt. Der Routinier wehrt sich vehement gegen die Rolle des Vettel-Adjutanten: „Ich kann mit dieser Situation nicht leben.“

Vettel: „Müssen uns aufs Wesentliche konzentrieren“
Mit der Harmonie ist es bei Red Bull vor dem Deutschland-Rennen am Nürburgring aber nicht weit her. „Wir müssen uns auf das Wesentliche besinnen. Das ist eine wichtige Phase in der WM“, warnt Vettel. Stattdessen sieht sich der WM-Spitzenreiter mit immer wilderen Gerüchten um einen neuen Teamgefährten konfrontiert. Webber dazu: „Wenn sie mich rauswerfen wollen, muss ich das akzeptieren.“ Horner sagt: „Wir werden Ende ­August zusammen eine Entscheidung treffen.“