Vettel bei Aston Martin im Gespräch

'Es soll was Rundes und was Gescheites sein'

Vettel bei Aston Martin im Gespräch

Die Spekulationen um Sebastian Vettel (33) reißen nicht ab: Wechselt er zu Aston Martin?

"Fährt Vettel nächstes Jahr für England?", titelte Bild gestern. Aus vielen Telefonaten von seinem Beobachtungs-Balkon in Spielberg (ins Fahrerlager durfte auch er wegen Corona nicht) glaubt Reporterlegende Helmut Uhl herausgehört zu haben, dass Vettel für 2021 beim Racing-Point-Nachfolgeteam Aston Martin im Gespräch ist. Dort meinte Teamchef Otmar Szafnauer: "Wir haben langfristige Verträge mit unseren beiden Fahrern, daher wäre es nur logisch, dass wir keinen platz haben." Wäre? Denkbar wäre zum Beispiel, Sergio Perez aus dem laufenden Vertrag (bis 2023) herauszukaufen - falls Vettel Abstriche macht. Der vierfache Weltmeister (kolportierte Jahresgage bei Ferrari: 30 Mio. euro) hat zuletzt immer wieder betont, dass es ihm nicht ums Geld geht. Im gestern ausgestrahlten ORF-Interview sprach der Deutsche Klartext über mögliche Optionen für nächstes Jahr Klartext: "Es muss etwas Gescheites sein. Und wenn es das nicht ist, dann muss ich ehrlich genug zu mir sein und sagen: Vielleicht war's das!"

Frage: Niki Lauda sprach immer wieder von der Härte bei Ferrari. Spüren Sie, dass Sie da rausgedrängt werden?

Sebastian Vettel: Natürlich würde es helfen, wenn Niki noch da wäre und man ihn mal fragen könnte. Aber ich glaube an keine böse Absicht seitens des Teams.

Frage: Es hieß, dass Sie mehr Geld haben wollten ...

Vettel: Schwachsinn! Wirklich, das war überhaupt kein Thema. Aber ich will das ganze jetzt auch hinter mir lassen.

Frage: Sie haben ja auch Helmut Marko angerufen ...

Vettel: Mit dem Helmut verstehe ich mich nach wie vor sehr, sehr gut. Ich habe ihn gefragt, was er mir rät. Es war aber kein Anruf im Sinne von "Helmut, hast du nen platz für mich?"

Frage: Red Bull hat durchblicken lassen, keinen Platz für Sie zu haben. Welches Team bleibt noch? Mercedes?

Vettel: Zum Beispiel. Ich hab sehr viel erreicht, das bleibt auch mein Ziel. Wenn ich darauf schauen würde, meinen Geldbeutel aufzustocken, hätte ich wahrscheinlich jetzt schon einen Sitz. Es soll was Rundes und was Gescheites sein. Und wenn es das nicht ist, dann muss ich ehrlich genug zu mir sein und sagen: Vielleicht war's das!

Frage: Oder ein Jahr Auszeit?

Vettel: Eben. im Moment ist alles möglich. ich sehe nicht, wieso ich mich von außen unter Druck setzen lassen soll. Ich hab meine Entscheidung noch nicht getroffen. Wenn's was Vernünftiges gibt, ist es interessant, wenn's Nix gibt, dann nicht. Die Saison fahr ich auf jeden Fall noch fertig.

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