Das Kombinierer-Duo Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger holt mit Bronze im Teamsprint die 18. Medaille bei den Olympischen Spielen 2026. Beim überlegenen Sieg der Norweger verhindert ein Sturz in der letzten Runde von Retteneger ein besseres Ergebnis.
Österreichs Nordische Kombinierer haben auch in ihrem dritten und letzten Bewerb bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien eine Medaille geholt. Stefan Rettenegger und der davor im Val di Fiemme bereits zweimal versilberte Johannes Lamparter eroberten am Donnerstag in einem dramatischen Teamsprint Bronze. Rettenegger kam im Langlauf zu Sturz. Gold ging im Zielsprint gegen die Finnen Eero Hirvonen/Ilkka Herola an die Norweger Andreas Skoglund/Jens Luraas Oftebro.
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Für Österreich war es die 18. Medaille bei diesen Winterspielen. Die Anzahl von Peking 2022, die ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer als Ziel ausgegeben hat, ist damit drei Wettkampftage vor Schluss bereits erreicht. Neben fünf Gold- und acht Silber- stehen nun auch fünf Bronzemedaillen zu Buche. Lamparter ist der einzige ÖOC-Athlet, der Italien mit drei Olympia-Medaillen verlässt. Vor vier Jahren in China waren Österreichs Kombinierer im damals noch klassischen Teambewerb nach Materialproblemen als Vierte leer ausgegangen.
Aufholjagd in tiefer Loipe
Bei der Olympia-Premiere des neuen Formats mit nur zwei Athleten und zehn Langlauf-Runden über jeweils 1,5 km waren Rettenegger und Lamparter mit 29 Sekunden auf die nach dem Springen führenden Deutschen in die Loipe gegangen, auf den Bronzerang fehlten aber nur acht Sekunden. Rettenegger schloss bei vom Neuschnee sehr tiefen Bedingungen schnell zu den vor ihm gestarteten Finnen und Japanern auf und übergab beim ersten Wechsel bereits als Dritter an Weltcup-Leader Lamparter.
In der dritten Runde schlossen sich die fünf Topnationen unter dem Tempodiktat von Rettenegger zu einer großen Gruppe zusammen. Fortan war Taktieren angesagt. In der drittletzten Runde kam Deutschlands zweimaliger Olympiasieger Vinzenz Geiger aber zu Sturz und brachte auch den Japaner Ryota Yamamoto zu Fall. Dasselbe Malheur passierte in der enorm tiefen Spur wenig später auch Rettenegger, die Goldchance war dahin. Der Salzburger übergab mit acht Sekunden Rückstand auf die Spitze an Lamparter.
Schwierigkeiten auf der Schanze
Bereits auf der Großschanze in Predazzo hatten der starke Schneefall für schwierige Bedingungen gesorgt. Zur langsamen Spur und teils schlechten Sicht kam auch noch teilweise drehender Wind. Rettenegger hatte vor allem mit der Anlaufgeschwindigkeit Probleme, landete als Sechster in seinem Durchgang nur bei 116 Metern. Lamparter bekam nach einem 124-Meter-Satz nur noch eine weitere Sekunde Rückstand auf Deutschland aufgebrummt.
Die Deutschen wurden trotz starker Sprungleistung von Johannes Rydzek letztlich hinter Italien nur Fünfter und blieben erstmals seit Nagano 1998 bei Winterspielen bei den Kombinierern ohne Medaille. Oftebro dagegen, der sich im Einzel von der Normal- und von der Großschanze jeweils vor dem Tiroler Lamparter durchgesetzt hatte, ist mittlerweile vierfacher Olympiasieger. Im Val di Fiemme räumte der 25-Jährige alle drei möglichen Titel ab. Rettenegger holte im letzten Bewerb noch seine erste Olympia-Medaille.