Kofler zeigte im Training auf

Kofler im Training stark, Schlierenzauer pausierte

Österreichs Skispringer bei den Winterspielen in Kanada haben den Dienstag individuell gestaltet. Während Tourneesieger Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl und Martin Koch die erste Gelegenheit zum Training auf der Großschanze in Whistler nützten, absolvierten Bronze-Gewinner Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern einen Ausflug nach Vancouver.

Kofler kam bei seinen ersten Versuchen auf der Olympia-Schanze - er war beim Weltcup im Vorjahr nicht in Kanada gewesen - recht gut zurecht. "Es war lässig. Wichtig war, dass ich Spaß gehabt habe, ich bin befreit gesprungen", erklärte der Olympia-Zweite von 2006, der die Enttäuschung des Normalschanzen-Bewerbs rasch weggesteckt hatte. "Wir haben analysiert, was auf der kleinen Schanze passiert ist und ich werde diese Erfahrung mitnehmen."

Der Tiroler kam im dritten Durchgang mit 142 Metern auf die zweitgrößte Weite des Tages. Er hatte dabei aber vier Luken mehr Anlauf als der Schweizer Simon Ammann, der vom Aufwind bis zur Marke von 143 getragen wurde. Bei der Landung in der nach nassem Schneefall weichen Spur hatte der Goldmedaillengewinner des Auftakt-Bewerbs Glück - er vermied im stark bremsenden Schnee nur mit Mühe einen "Bauchfleck". Loitzl landete seinen weitesten Sprung im dritten Durchgang bei gleichem Anlauf wie Kofler bei 138 Meter, Koch kam auf 131,5 Meter.

Schlierenzauer machte mit zwei Betreuern einen Tagesausflug zum Sightseeing nach Vancouver. In der Olympia-Stadt war am Dienstag auch Morgenstern gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Freundin unterwegs. Beide Athleten wurden am Abend wieder im Team-Quartier erwartet.