Top-Favoriten ziehen ins Achtelfinale ein

French Open

Top-Favoriten ziehen ins Achtelfinale ein

Nadal, Djokovic und Murray geben sich keine Blöße. Peya im Doppel weiter.

Die Favoriten haben sich am Samstag bei den Tennis-French-Open in ihren vor dem Abend durchgeführten Drittrunden-Spielen fast durchwegs durchgesetzt. Bei den Herren kamen der topgesetzte Spanier Rafael Nadal, der zweitgereihte Serbe Novak Djokovic und der auf Position vier geführte Brite Andy Murray recht locker ins Achtelfinale. Bei den Damen ließen sich die Weißrussin Wiktoria Asarenka (4), die Chinesin Li Na (6) und die Tschechin Petra Kvitova (9) nicht überraschen.

Nadal problemlos
Für Nadal bedeutete die Partie gegen den kroatischen Qualifikanten Antonio Veic (227) nach den Problemen in den ersten beiden Runden eine Verschnaufpause. Der Titelverteidiger siegte 6:1,6:3,6:0, um das Viertelfinale geht es für ihn gegen Veic' Landsmann Ivan Ljubicic oder den Spanier Fernando Verdasco (16). "Ich habe einiges besser gemacht, den Ball besser kontrolliert", sagte Nadal. "Da muss ich anschließen, ich habe ein gutes Gefühl. Mein vorheriges mentales Problem habe ich im Griff."


Djokovic in der "Verlängerung" souverän
Das Match von Djokovic gegen Juan Martin del Potro war am Vortag wegen Dunkelheit bei 6:3,3:6 vertagt worden, mit 6:3,6:2 schüttelte der Weltranglisten-Zweite die Herausforderung des Argentiniers aber doch klar ab. Es war sein heuer 40. und insgesamt 42. Matchsieg in Folge. Damit liegt der 24-Jährige in der ewigen Bestenliste auf Rang drei. Sein nächster Gegner ist der Franzose Richard Gasquet. "Wir waren beide nicht auf unserem besten Niveau", erklärte Djokovic. Es war eher ein mentaler Kampf."

Der Dominator der bisherigen Saison zeigte sich zuversichtlich, auch dieses Turnier gewinnen zu können. Damit würde Djokovic automatisch und erstmals die Weltranglisten-Führung übernehmen. "Ich fühle mich physisch sehr gut. Es kann so weitergehen." Del Potro sah in der Niederlage auch etwas Gutes. "Ich habe einen Satz gewonnen, vielleicht kann ich den Topspielern künftig noch näher kommen", erläuterte der Südamerikaner.

Murray trotz Verletzung locker
Murrays Sieg gegen den Deutschen Michael Berrer war mit 6:2,6:3,6:2 ungefährdet, allerdings nur vom Ergebnis her. Denn nachdem der Schotte bei einer 3:1-Führung in Satz zwei mit dem rechten Fuß umgeknickt war, schien die Fortsetzung der Partie gefährdet. Mit fast halber Kraft spielte Murray das Match jedoch nach Hause. Vor seinem Achtelfinal-Duell mit dem Serben Viktor Troicki (Nr. 15) wird er den blessierten Knöchel untersuchen lassen. "Ich weiß noch nicht, ob ich spielen können werde."

Asarenka locker weiter
Asarenka gab beim 6:3,6:2 gegen die Italienerin Roberta Vinci (Nr. 30) ebenso keinen Satz ab wie Li Na beim 6:2,6:2 gegen die Rumänin Sorana Cirstea und Kvitova beim 6:4,6:2 gegen die US-Amerikanerin Vania King. Mit einem 4:5,6:7 der Estin Kaia Kanepi (Nr. 16) gegen die Russin Jekaterina Makarowa musste sich aber letztlich doch eine Favoritin verabschieden. Auch die Deutsche Andrea Pektovic (15) kam weiter, Melzer-Bezwinger Lukas Rosol (CZE) unterlag Juan Ignacio Chela (ARG) in vier Sätzen.

Peya im Doppel-Achtelfinale
Einen Sieg feierte der letzte in einem Bewerb vertretene Österreicher, Alexander Peya setzte sich in der zweiten Doppel-Runde an der Seite des Deutschen Christopher Kas gegen die Spanier Marc Lopez/David Marrero (13) 6:4,7:6(2) durch. Mit dem Weißrussen Max Mirnyi und dem Kanadier Daniel Nestor wartet allerdings nun im Achtelfinale das Nummer-2-Gespann.