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Rad-WM

Team für Straßenrennen fix

Kohl, Glomser und Pfannberger werden bei der Rad-WM in Stuttgart für den ÖRV in die Pedale treten.

Das Trio Bernhard Kohl, Gerrit Glomser und Christian Pfannberger wird für den ÖRV das Straßenrennen der Rad-Weltmeisterschaften am 30. September in Stuttgart bestreiten. Das Zeitfahren am 27. September wird Staatsmeister Rupert Probst in Angriff nehmen. Bei den Damen werden Christiane Soeder und Andrea Graus im Einzelzeitfahren (26. September) sowie im Straßenrennen (29. September) antreten, für das zudem Daniela Pintarelli, Monika Schachl und Veronika Sprügl nominiert wurden.

Haselbacher und Rohregger flogen raus
Aus dem erweiterten Kader für das Herren-Straßenrennen über 267,4 km wurden damit der Burgenländer Rene Haselbacher und Thomas Rohregger aus Tirol nicht berücksichtigt. Die Erwartungen für die WM formulierte Nationaltrainer Franz Hartl so: "Mit 5.600 Höhenmetern erwarte ich ein richtiges Ausscheidungsrennen". Alle drei Starter seien in guter Form und hätten sich gut auf die WM vorbereitet. "Unsere Taktik wird einem Guerillakampf ähneln - am Anfang aufpassen und sich so lange wie möglich vorne halten. Vielleicht schaut dann am Ende ein Top-Ten-Platz heraus", hofft Hartl.

Damen-Hoffnungen bei Soeder
Bei den Damen ruhen die Hoffnungen auf den beiden Routiniers Soeder und Graus. Nationaltrainer Klaus Kabasser hofft auf Ergebnisse in der Nähe der Top-Ten: "Ein ähnliches Ergebnis wie bei der Heim-WM in Salzburg, wo Graus im Straßenrennen Zehnte und Soeder Elfte wurde, wäre fantastisch." Für die U23-Bewerbe wurden vom ÖRV Stefan Denifl und Clemens Fankhauser nominiert. Ins Rennen gehen kann wegen des offiziellen Nationenrankings der UCI jedoch nur ein Starter. Der Tiroler Stefan Denifl, der auch das Einzelzeitfahren bestreiten wird, hat sein Ticket sicher in der Tasche.

Ärger über Nationen-Wertung
Die Nationen-Reihung des Weltverbandes stößt bei ÖRV-Generalsekretär Rudolf Massak auf wenig Gegenliebe: "Die Liste stimmt hinten und vorne nicht. Uns ist klar, dass so kurz vor der WM, obwohl eigentlich notwendig, kein gänzlich neues Ranking erstellt werden kann, deshalb haben wir der UCI den Vorschlag unterbreitet, bei Grenzfällen Wildcards herzugeben", erklärte Massak, "im U23-Straßenrennen sind nur rund 150 Fahrer am Start, 200 könnten antreten", so der Funktionär weiter. "Wir hatten international gute Ergebnisse, trotzdem waren wir noch nie so schlecht", ärgerte sich Massak. Der ÖRV wollte gerichtliche Schritte gegen die UCI nicht ausschließen, sah das aber nur als absolut letzte Konsequenz.