Der Post SV Wien kämpft um sein Zuhause: Das 15 Hektar große Areal in Hernals steht vor einer Neuausschreibung. 5.000 Sportler und eine über 100-jährige Tradition sind massiv bedroht.
Im Juni 2026 plant die Eigentümerin, die Österreichische Post AG, die künftige Nutzung des Geländes neu auszuschreiben. Der aktuelle Pachtvertrag für das rund 15 Hektar große Areal in Wien-Hernals läuft Ende 2027 aus. Damit steht die Zukunft des größten zusammenhängenden Sportareals Österreichs auf dem Spiel. Es besteht die Sorge, dass Teile der Anlage verbaut oder an kommerzielle Betreiber vergeben werden könnten, was den Verbleib des gemeinnützigen Vereins gefährden würde.
Existenzangst am Postsportplatz
Von der möglichen Verdrängung wären rund 5.000 Sportler direkt betroffen. Besonders kritisch ist die Lage für die etwa 2.000 Kinder und Jugendlichen, für die der Platz ein wichtiger Trainingsort und sozialer Treffpunkt ist. Seit 1937 ist der Post SV in Hernals beheimatet und bietet heute rund 15 verschiedene Sportarten an, darunter Fußball, Tennis, Hockey, Handball und Basketball.
Initiative fordert langfristige Absicherung
Die Initiative „Rettet den Post SV“ hat bereits eine Online-Petition gestartet, um die Anlage langfristig abzusichern. Eva Bauer und Florian Heiler von der Initiative betonen die soziale Bedeutung: „Der Verein steht seit Jahrzehnten für Gesundheitsförderung, Integration und gelebte Gemeinschaft.“ Da das Areal unter das Wiener Sportstättenschutzgesetz fällt, fordern die Verantwortlichen, dass das vielfältige Angebot auch für weniger kommerzielle Sportarten und für Familien leistbar bleibt.
Verantwortung von Post und Stadt
Die Initiative sieht hier sowohl die Österreichische Post AG als auch die Stadt Wien in der Pflicht. Ziel sei eine Win-Win-Lösung, die den Erhalt des sozialen Ankers in der wachsenden Stadt sicherstellt. Der Post SV blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück, in der das Areal zum Fixpunkt des Wiener Sports wurde.