Ein Jahr nach Niki Laudas Tod: Jetzt spricht sein Sohn

Am 20. Mai jährt sich Todestag

Ein Jahr nach Niki Laudas Tod: Jetzt spricht sein Sohn

Laudas Sohn Lukas bricht im Buch über Vater Niki sein Schweigen. Auch ein Jahr nach seinem Tod bleibt er unvergessen.

Seine Erfolge machen ihn unsterblich. Noch immer ist es unfassbar, dass Niki Lauda nicht mehr am Leben ist. Vor einem Jahr, genau am 20. Mai, schockte die Nachricht seines Todes die ganze Welt – und Österreich. Zu seinem Begräbnis pilgerten Tausende Fans in den Wiener Stephansdom. Dort verabschiedeten sich Freunde wie die F1-Stars Lewis ­Hamilton und Gerhard Berger und von einem ganz Großen des ­Motorsports.

Abschied

Stets – bis zuletzt – an Laudas Seite war sein ältester Sohn Lukas. Er erinnert sich jetzt in der neuen Biografie von Maurice Hamilton Es ist nicht einfach, perfekt zu sein an seinen Vater. „Als man mich anrief und sagte, dass es meinem Vater schlecht ging, stieg ich sofort in den Flieger und blieb vier Monate bei ihm...“

© Getty Images
Niki Lauda gemeinsam mit seiner Frau Birgit.

Sohn Lukas: "Es war sehr schwierig, mein Vater hatte viel Pech ..."

Laudas Sohn Lukas im Buch über Vater Niki und dessen letzten Weg:

  • Kindheit auf Ibiza: Mein Bruder und ich wuchsen auf ­Ibiza auf. Wir lebten auf dem Land, und obwohl ich wusste, dass mein Vater Rennfahrer war, war ich ein Landkind, meine Freunde waren Söhne von Tischlern und so. Was Mathias und mich anbe­langte, ­hatte unser Vater einen ganz normalen Job, so wie andere z. B. Bauern waren.
  • Rennfahrer-Karriere: Schon der Gedanke daran oder das Gespräch darüber, ob man Rennfahrer werden könnte, war zu Hause tabu ...
  • Verhältnis: Im Rückblick würde ich sagen, dass zwischen uns weniger eine ­Vater-Sohn-Beziehung als vielmehr ein freundschaftliches Verhältnis herrschte. (...) Es bereitete ihm immer Freude, mit seinen Söhnen unterwegs zu sein, einen trinken zu gehen und Blödsinn zu machen.“
  • Die Krankheit: Von Anfang an bis zum Ende war ich immer bei ihm. Es war sehr schwierig, er hatte viel Pech mit den Bakterien, die sich in seiner Lunge eingenistet hatten. (...) Mir war die ganze Zeit bewusst, dass es höchst unwahrscheinlich war, dass er wieder ganz gesund werden würde. (...) Er brauchte mich dort und es war gut, bei ihm zu sei. Ich glaube, dass ich ihm in dieser Zeit sehr geholfen habe und dass es uns beiden viel bedeutet hat.

 

© GEPA
Lauda mit seinen Söhnen Mathias (l.) und Lukas (r.)