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Wegen Krebserkrankung: Sport-Star erhielt keinen Handyvertrag

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Der Anbieter rechtfertigte seine Ablehnung, dass Tim Lobinger die Mindestlaufzeit „wohl nicht erfüllen“ könne.

Er galt als Star in der deutschen Leichtathletik-Szene. Der ehemalige Stabhochspringer Tim Lobinger, der sich 2003 zum Weltmeister kürte, erhielt 2017 die Schock-Diagnose akute Leukämie. Aber er kämpfte tapfer weiter. Zwischenzeitlich schien die Krankheit sogar besiegt. Doch im Jänner wurden wieder Krebszellen entdeckt.

Er ging immer offen mit seiner Krankheit um, aber nun erzählt er im Interview mit der „Bunte“, dass er vor Kurzem keinen neuen Handyvertrag bekommen hat. Lobinger habe für ein Angebot für eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren angesucht. Doch seine Anfrage wurde abgelehnt. „Mit der Begründung, ich könne die Mindestlaufzeit aufgrund meiner Erkrankung ja wohl nicht erfüllen."

Lobinger ist keinesfalls sensibel oder verschlossen. Er schrieb sogar ein Buch über seinen Kampf gegen den Krebs. „Aber die Sache mit dem Handyvertrag fand ich schon krass“, sagt er im Interview.

„Die Ärzte gaben mir eine Überlebenschance von 30 Prozent“

Die Diagnose war für ihn und seine Frau sowie für die drei Kinder ein herber Schicksalsschlag. Aber Lobinger blieb stark. „Die Ärzte gaben mir eine Überlebenschance von 30 Prozent“, sagt er. Aber der mittlerweile 46-Jährige kämpfte wie ein Löwe. Er wollte gegen den Krebs gewinnen. „Ich hätte es auch getan, wenn sie mir nur ein Prozent eingeräumt hätten“, erklärt er.

Aber die Behandlungen waren hart. Er musste sich fünf Chemotherapien, Bestrahlungen und einer Stammzellentransplantation unterziehen. Sie setzten dem einstigen Athleten sehr zu. Er verlor sehr viel Gewicht. Aber dann schien der Krebs zwischenzeitlich besiegt zu sein.

Schwerer Rückschlag

Nach der Rückkehr der Krebszellen kam im Juni ein erneuter Schlag. Sein Körper schien nicht mehr mitzuspielen. „Eigentlich fühlte ich mich total gut und gesund, innerhalb von drei Tagen ging dann gar nichts mehr. Ich war komplett gelb, kam in die Notaufnahme. Mein Körper hatte erstmals seit der Transplantation eine Abstoßreaktion“, so Lobinger. Aber er ist noch da und will es auch bleiben.  Aufgeben liegt eben nicht in der Natur eines Sportlers.  „Ich will diesen Kampf gewinnen“, sagt Lobinger.

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