Roger Federer

Aus im Viertelfinale

Federer kassiert klare Pleite in Wimbledon

Roger Federer muss sich im Viertelfinale von Wimbledon geschlagen geben. Gegen den Polen Hurkacz setzte es eine klare 0:3-Niederlage.

Der achtfache Wimbledon-Champion Federer verpasste seine 14. Halbfinal-Teilnahme am "Heiligen Rasen", auch da er seine Chancen gegen den Polen Hurkacz - vor allem im zweiten Satz - nicht nutzen konnte. Am Ende war die Nummer sechs des Turniers einen Monat vor dem 40. Geburtstag chancenlos. Wie es für ihn weitergeht, wollte der Routinier erst nach einer Analyse mit seinem Team entscheiden. Ob es sein letztes Spiel bei dem Rasen-Klassiker gewesen sein könnte, hielt er sich offen.

"Ich weiß es wirklich nicht", sagte der 39-Jährige. "Natürlich würde ich es gern noch einmal spielen, aber in meinem Alter weiß man nie, was kommt", ergänzte der Schweizer. Ein Rücktritt kommt für Federer offenbar noch nicht infrage. Bei Gesprächen in den kommenden Tagen will der 20-fache Grand-Slam-Gewinner über seine Perspektiven nachdenken und unter anderem überlegen, ob er an seinem Start bei den anstehenden Olympischen Spielen in Tokio festhält.

 

 

Er hoffe, bald etwas zu seiner Zukunft mitteilen zu können, wolle sich aber nicht drängen lassen. "Ich will mir Zeit lassen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Das Ziel ist natürlich zu spielen", sagte Federer. Die langjährige Nummer eins der Welt hat nach zwei Knieoperationen in diesem Jahr nur wenige Spiele bestritten.

Für Hurkacz läuft es hingegen nach Wunsch, er hat den Sprung unter die Top 20 im Ranking geschafft und kann sich mit einem Erfolg im ersten Grand-Slam-Halbfinale weiter nach vor arbeiten. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin so glücklich", verlautete der 24-Jährige nach seinem größten Karriereerfolg. "Vom Platz zu gehen und zu realisieren, Roger Federer geschlagen zu haben - damit ist eine Art von Kindheitstraum wahr geworden."

 

 

Gegner in der Vorschlussrunde ist der Italiener Matteo Berrettini. Der auf Position sieben eingestufte Akteur schaltete den Kanadier Felix Auger-Aliasssime mit 6:3,5:7,7:5,6:3 aus und darf sich erstmals im Wimbledon-Halbfinale versuchen. In einem Major-Halbfinale stand der fünffache ATP-Turniersieger auch schon bei den US Open 2019, konnte da gegen Rafael Nadal aber keinen Satz gewinnen.

Aus österreichischer Sicht scheiterte im Erwachsenenbereich mit Oliver Marach der letzte ÖTV-Vertreter. Im Mixed-Achtelfinale kassierte der Steirer gemeinsam mit der Ukrainerin Ljudmila Kitschenok eine 3:6,7:6(4),3:6-Niederlage gegen die britische Paarung Joe Salisbury/Harriet Dart.