Linz-Märchen endet

Lilli Tagger verliert Österreicher-Duell gegen Anastasia Potapova

Das rot-weiß-rote Viertelfinal-Highlight beim WTA-500-Turnier in Linz endet mit einer Enttäuschung für die Fans von Lilli Tagger. Die 18-jährige Osttirolerin muss sich Anastasia Potapova glatt geschlagen geben.

Im ausverkauften Design Center in Linz ging es am Freitagabend heiß her. Anastasia Potapova sicherte sich mit einem 7:6(7), 6:0 den Einzug in das Halbfinale des WTA-500-Turniers. Während der erste Satz noch eine echte Nervenschlacht war, machte die 25-jährige Linzer Vorjahressiegerin im zweiten Durchgang kurzen Prozess. Potapova, die bereits 2023 in der Stahlstadt triumphierte, trifft nun in der Vorschlussrunde auf Donna Vekic oder Karolina Pliskova.

Vergebene Chancen im ersten Satz

Lilli Tagger startete nervös und kassierte sofort ein Break zu Null. Doch die Osttirolerin kämpfte sich zurück, glich zum 4:4 aus und ging sogar mit 5:4 in Führung. Der Teenager schnupperte am Satzgewinn, ließ aber entscheidende Möglichkeiten liegen. Im Tiebreak führte Tagger bereits mit 4:1, bevor ein Vorhandfehler den Satz nach einer Stunde mit 9:7 an Potapova schenkte.

Machtdemonstration nach dem Seitenwechsel

Im zweiten Satz war der Widerstand der jungen Österreicherin gebrochen. Während Tagger zu Beginn zwei Breakbälle ungenutzt ließ, agierte Potapova gnadenlos. Sie nahm ihrer 18-jährigen Kollegin gleich dreimal den Aufschlag ab und sackte den Sieg mit einem 6:0-Erfolg in nur wenigen Minuten ein. Damit untermauerte die gebürtige Russin ihre Ambitionen auf den zweiten Titel in Linz innerhalb von drei Jahren.

Historischer Erfolg trotz Niederlage

Auch wenn der Traum vom Heimsieg geplatzt ist, schreibt Lilli Tagger Geschichte. Durch ihre Siege gegen Top-Stars wie Paula Badosa und Ljudmila Samsonowa knackt sie erstmals die Top 100 der Weltrangliste. Damit steht die junge Österreicherin fix im Hauptfeld der French Open in Paris. Im zweiten Halbfinale des Turniers bekommt es die topgesetzte Mirra Andrejewa (18) nach einem harten Dreisatz-Sieg mit der Rumänin Elena-Gabriela Ruse zu tun.

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