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Kombination

Bieler feierte ersten Weltcupsieg

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Der Nordische Kombinierer Christoph Bieler setzte sich in Lillehammer im Zielsprint durch und gewann vor dem Finnen Koivuranta.

Für Christoph Bieler hat sich am Sonntag im dritten Saisonbewerb der Nordischen Kombination der Traum vom ersten Weltcupsieg erfüllt. Der 29-jährige Tiroler gewann den Sprintbewerb in Lillehammer nach Rang fünf im Springen mit 1,2 Sekunden Vorsprung auf den Finnen Anssi Koivuranta und 4,6 auf den Franzosen Maxime Laheurte. Damit verhalf Bieler dem neuen ÖSV-Trainerteam unter Alexander Diess schon früh im WM-Winter zum ersten Erfolg.

"Das ist ein traumhaftes Gefühl, weil ein Sieg mein großes Saisonziel war. Dass es so früh geklappt hat, ist super", freute sich der Team-Olympiasieger von Turin/Pragelato, der als vierter Österreicher nach Klaus Sulzenbacher (14 Siege), Mario Stecher (8) und Felix Gottwald (18) im Weltcup triumphierte. Nach einem halben Dutzend Podestplätzen durfte Bieler erstmals den größten Anteil am Preisgeld (umgerechnet 7.555 Euro brutto) einstreifen.

Kreiner auf Rang 7
Sein Tiroler Landsmann David Kreiner, Sechster auf der Schanze, belegte mit 10,7 Sekunden Rückstand Rang sieben. Vortagssieger Magnus Moan (NOR) wurde Vierter (+4,7), Weltcupsieger Hannu Manninen musste sich mit Rang neun (+25,7) begnügen.

Spezielles Lauftraining
Bieler bewies als starker Springer diesmal auch in der Loipe Klasse, als er in der letzten langen Steigung attackierte und nur Koivuranta mithielt. Für den Absamer hat sich das verstärkte spezielle Lauftraining bezahlt gemacht. Im Springen hatte Bieler wegen fehlender Telemark-Landung ("Die Bedingungen waren wirklich schwierig") eine bessere Platzierung vergeben, dennoch skatete er noch auf Platz eins.

Gottwald nicht in Form
"In der vorletzten Runde habe ich gemerkt, dass es um den Sieg gehen könnte und habe mich gleich weit vorne eingereiht und dann attackiert. Super, dass das Training Früchte getragen hat", meinte Bieler, der für den nicht in Topform befindlichen Gottwald (im Laufen von Rang 35 auf 19) und den verletzten Mario Stecher in die Bresche sprang. "Meine Ziele bleiben gleich, ich will nichts überstürzen, ich bin auch künftig mit Top-Ten-Plätzen zufrieden", meinte Bieler, der auf konstante Arbeit Richtung WM in Sapporo setzt.

Für Cheftrainer Diess kam der Sieg doch etwas überraschend. "Als Bieles keinen Telemark gesetzt hat, habe ich nicht geglaubt, dass das noch was wird mit einem Sieg, aber mit der Wut im Bauch ist er enorm stark gelaufen", meinte der Oberösterreicher. "Alle liegen eng beisammen, für einen Sieg muss alles passen und Bieler hat sich sehr stark präsentiert." Am Sonntagabend stießen die Österreicher in Lillehammer auf Kosten Bielers an, im teuren Norwegen war das keine billige Angelgenheit für den Premierensieger.

Das ÖSV-Team fliegt am Montag in die Heimat zurück, sucht eine Schanze für das Sprungtraining, wird aber zunächst jedenfalls Langlauftraining absolvieren

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