Österreichs Eishockeyteam hat sich im letzten Testspiel noch einmal Selbstvertrauen für die nächste Woche beginnende Weltmeisterschaft in der Schweiz geholt.
Das ÖEHV-Team feierte am Samstag in Klagenfurt gegen Slowenien einen 4:1-(0:0,2:0,2:1)-Sieg. Kapitän Peter Schneider (30., 60/EN), der 18-jährige Leon Kolarik (31.) und Erstliniencenter Benjamin Nissner (47.) sorgten für eine erfolgreiche Generalprobe für den WM-Start gegen Großbritannien (16.5.) und Ungarn (17.5.).
Teamchef Roger Bader hatte das Slowenien-Spiel zum Gradmesser für den WM-Einstieg ausgerufen und kann mit seiner Mannschaft zufrieden sein. "Ein Sieg gibt immer Selbstvertrauen. Der Sieg war verdient und gibt ein gutes Gefühl", sagte der Teamchef. "Ich hätte mir kein anderes Spiel wünschen können, weil das bereitet uns darauf vor, was am nächsten Samstag passiert."
Steigerung im Mitteldrittel
Das erste Drittel verlief noch nicht nach seinem Geschmack. "Wir waren zu wenig bereit, dass die Slowenen, obwohl wir es erwartet haben, körperbetont auftreten. Das haben wir abgestellt in der ersten Pause", erklärte Bader. Zu Beginn des Mitteldrittels überstand sein Team eine Zwei-Mann-Unterzahl und kam danach in Schwung. Nach super Pass von David Maier brachte Schneider die Österreicher in Führung, eine Minute später sprang die Scheibe nach einem Unterweger-Schuss von Kolarik über die Linie. Nissner erhöhte nach Kolarik-Vorarbeit auf 3:0, ehe Filip Sitar ein "shutout" von Torhüter Atte Tolvanen verhinderte (53.). Den Schlusspunkt setzte Schneider ins leere Tor.
Die Spieler haben nun zwei Tage frei, treffen sich am Dienstagabend und reisen am Mittwochvormittag nach Zürich, wo es für das ÖEHV-Team nächsten Samstag gegen Großbritannien mit der WM losgeht. Bader reduzierte noch am Sonntagabend seinen Kader um drei Spieler, er hofft aber auch noch auf Verstärkung. Verteidiger David Reinbacher und Flügelstürmer Vinzenz Rohrer bestreiten in der Nacht auf Sonntag mit Laval Rocket im AHL-Play-off ein Entscheidungsspiel, bei einer Niederlage könnten sie noch zur WM kommen.