Martin Koch fliegt zum 1. Weltcup-Sieg

wintersport

Martin Koch fliegt zum 1. Weltcup-Sieg

Artikel teilen

Martin Koch zog im 2. Durchgang an Thomas Morgenstern vorbei.

Beide Durchgänge im Live-Ticker zum Nachlesen >>>>

Der Kärntner Martin Koch hat am Samstag im Skifliegen in Harrachov seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Nach fünf zweiten und neun dritten Plätzen stand der Spezialist auf einer der größten Schanzen erstmals ganz oben auf dem Podest. Mit Bestweite in beiden Durchgängen (211,5 und 213,5 Metern) setzte sich der 28-Jährige vor Tournee-Gewinner Thomas Morgenstern durch, der als Zweiter mit 3,3 Punkten Rückstand für einen ÖSV-Doppelerfolg sorgte. Der Pole Adam Malysz wurde Dritter. Auch Gregor Schlierenzauer als Fünfter und Stefan Thurnbichler als Achter landeten in den ersten Zehn.


Martin Koch fliegt zum 1. Weltcup-Sieg:

Morgenstern fällt auf Rang 2 zurück:

Adam Malyszs Flug aufs Stockerl:


 

Der Endstand beim Skifliegen in Harrachov:

Harrachov (CZE), HS 205
1. Martin Koch (34) AUT 210.3 (213m)
2. Thomas Morgenstern (40) AUT 205.7 (190.5m)
3. Adam Malysz (37) POL 201.4 (189m)
4. Robert Kranjec (26) SLO 196.0 (189m)
5. Olli Muotka (14) FIN 192.7 (196m)
6. Simon Ammann (39) SUI 191.9 (188m)
7. Felix Schoft (15) GER 191.4 (194m)
8. Gregor Schlierenzauer (28) AUT 190.5 (189.5m)
8. Tom Hilde (36) NOR 190.5 (189m)
10. Wolfgang Loitzl (35) AUT 190.4 (190m)
11. Stefan Thurnbichler (19) AUT 185.8 (184.5m)
12. Roman Koudelka (27) CZE 183.6 (184.5m)
13. Johan Remen Evensen (33) NOR 183.1 (179m)
14. Stefan Hula (23) POL 180.3 (192.5m)
15. Ole Marius Ingvaldsen (16) NOR 179.4 (182.5m)
15. Jan Matura (22) CZE 179.4 (191m)
17. Michael Neumayer (30) GER 177.2 (178m)
18. Borek Sedlak (13) CZE 174.9 (174m)
18. Jurij Tepes (20) SLO 174.9 (180.5m)
20. Kamil Stoch (31) POL 173.6 (175.5m)
21. Jakub Janda (24) CZE 164.5 (167m)
22. Björn Einar Romören (29) NOR 163.8 (160.5m)
23. Anders Bardal (32) NOR 163.1 (164.5m)
24. Kazuya Yoshioka (2) JPN 159.1 (172m)
25. Andrea Morassi (12) ITA 150.9 (165.5m)
26. Tomaz Naglic (6) SLO 145.6 (148m)
27. Ilja Rosliakov (1) RUS 131.5 (139.5m)
28. Matti Hautamäki (38) FIN 131.0 (141.5m)
29. Denis Kornilov (21) RUS 121.1 (132m)
30. Martin Schmitt (25) GER 110.1 (119m)


Seite 2: Video - Die besten Sprünge des 1. Durchgangs


Thomas Morgenstern fliegt zur Führung:



Platz 2 für Romören:

Zwischenstand nach dem ersten Durchgang:

Harrachov (CZE), HS 205
1. Thomas Morgenstern (40) AUT 216.2 (196.5m)
2. Björn Einar Romören (29) NOR 215.7 (207.5m)
3. Adam Malysz (37) POL 215.2 (197.5m)
4. Martin Koch (34) AUT 214.9 (211.5m)
5. Gregor Schlierenzauer (28) AUT 211.7 (205m)
6. Tom Hilde (36) NOR 208.1 (189m)
7. Robert Kranjec (26) SLO 207.3 (209m)
8. Simon Ammann (39) SUI 207.0 (190m)
9. Matti Hautamäki (38) FIN 198.5 (182.5m)
10. Stefan Thurnbichler (19) AUT 193.7 (210m)
11. Jan Matura (22) CZE 193.1 (187m)
12. Roman Koudelka (27) CZE 193.0 (190.5m)
13. Johan Remen Evensen (33) NOR 186.1 (187m)
14. Michael Neumayer (30) GER 185.8 (180m)
15. Kamil Stoch (31) POL 185.2 (186.5m)
16. Jurij Tepes (20) SLO 184.3 (180m)
17. Wolfgang Loitzl (35) AUT 179.3 (169m)
18. Ole Marius Ingvaldsen (16) NOR 177.6 (185m)
19. Borek Sedlak (13) CZE 174.6 (176.5m)
20. Ilja Rosliakov (1) RUS 169.3 (186m)
21. Jakub Janda (24) CZE 167.7 (176m)
22. Tomaz Naglic (6) SLO 165.8 (176.5m)
23. Martin Schmitt (25) GER 162.3 (173m)
24. Denis Kornilov (21) RUS 161.8 (168m)
25. Olli Muotka (14) FIN 160.1 (168m)
26. Kazuya Yoshioka (2) JPN 157.0 (178m)
27. Anders Bardal (32) NOR 156.8 (159m)
28. Felix Schoft (15) GER 154.9 (167m)
29. Stefan Hula (23) POL 154.7 (165.5m)
30. Andrea Morassi (12) ITA 151.0 (162m)
31. Sebastian Colloredo (17) ITA 149.4 (160m)
32. Maximilian Mechler (11) GER 148.8 (164m)
33. Jakub Kot (8) POL 140.2 (154.5m)
34. Mario Innauer (3) AUT 131.3 (153m)
35. Danny Queck (9) GER 123.0 (147m)
36. Antonin Hajek (4) CZE 121.0 (147.5m)
37. Fredrik Balkaasen (5) SWE 99.2 (124m)
38. Lukas Hlava (18) CZE 84.5 (104m)
39. Vegard Sklett (10) NOR 60.5 (100m)
DNF. Christian Ulmer (7) GER 117.8 (13

Kaum war die Vierschanzen-Tournee vorbei, ging es für den Skisprung-Weltcup-Tross schon am Freitag wieder weiter: Österreichs Mannschaft begab sich Freitagmorgen auf die neunstündige Anreise nach Harrachov. Neben Tournee-Sieger Thomas Morgenstern saßen auch Martin Koch, Wolfgang Loitzl, Mario Innauer, Stefan Thurnbichler und auch Gregor Schlierenzauer mit im Luxus-Tourbus nach Tschechien. Andreas Kofler und Manuel Fettner lassen Harrachov aus.

Nach den zwei Skifliegen in Tschechien wird es im ÖSV-Team wieder Veränderungen geben, u.a. wird auch Andreas Kofler für den Trip nach Japan in der kommenden Woche wieder zurückkehren. Bis zur WM in Oslo stehen noch nicht weniger als zwölf Einzelkonkurrenzen und zwei Teambewerbe auf dem Programm, neben Harrachov geht es auch in Oberstdorf und Vikersund von Flugschanzen.

Für Schlieri wird es eng
Einen Leistungssprung nach seiner Verletzung wird bis dahin wohl Gregor Schlierenzauer machen müssen, denn die Dichte im eigenen Team könnte ihm eine Teilnahme bei den Weltmeisterschaften am Holmenkollen verwehren. "Man kann nichts mit der Brechstange machen. Wenn er Ruhe in seine Arbeit hineinbringt, nicht getrieben wird, - weder von ihm noch von sonst jemanden -, dann hat er natürlich die Fähigkeiten, dass er wieder ganz nach vorne springt", glaubt Cheftrainer Alexander Pointner durchaus an einen möglichen WM-Start Schlierenzauers. "Es wäre schön, wenn er in einer sehr guten Form nach Oslo reisen kann. Und wenn nicht, bricht auch keine Welt zusammen."

Einen Weltcup-Schauplatz, nachdem Pointner sein WM-Team bekanntgeben wird, hat sich der gebürtige Oberösterreicher noch nicht überlegt. "Für mich stellen sich die Athleten immer selbst auf. Aber es ist schön, dass wir auf der kleinen Schanze durch den Titelverteidiger Wolfgang Loitzl einen Springer mehr an den Start bringen können", sagt Pointner, der mit fünf oder sechs Mann nach Oslo fahren möchte. Erstmals überhaupt wird es gleich fünf WM-Skisprungbewerbe geben: Einerseits gibt es wieder einmal zwei Team-Bewerbe (von beiden Bakken), andererseits kämpfen zum zweiten Mal auch die Frauen um WM-Medaillen.

Zuvor geht es aber am Wochenende in Harrachov wieder um Weltcuppunkte. Man darf gespannt sein, wie sich die neue Windregel und die nun viel verwendeten neuen Bindungen auf den Skiflug-Schanzen auswirken. Gefährlicher ist es auf jeden Fall, der Sicherheitsaspekt spielt eine noch größere Rolle.

Gewichtsdiskussion
Zur zuletzt verstärkten Gewichtsdiskussion im Springer-Lager muss sich Tournee-Sieger Morgenstern nicht viele Gedanken machen. "Ich weiß, dass ich die Maximum-Skilänge springe mit meinem Maximumgewicht, das eine oder andere Mal auch drüber", sagte Morgenstern zu dem Thema lachend. Für ihn ist es wichtig, dass er für einen Skispringer sehr athletisch ist. "Es geht mir darum, gewisse Power auf den Tisch zu bringen, und vor allem auch die Saison durchzuhalten." Dass manche Konkurrenten die derzeit nicht optimale Regelung (bei zu wenig Gewicht werden die Ski verkürzt) ausreizen, weiß der Kärntner. "Die nützen es halt aus. Ich glaube, dass die FIS reagieren wird und nächstes Jahr den einen oder anderen Schranken setzen wird. Dann wird das Thema gegessen sein", glaubt Morgenstern. Sein Wort in der FIS-Granden Gehör.

OE24 Logo