Morgi: Jetzt casht er 1,5 Millionen

Gagen-Überflieger

Morgi: Jetzt casht er 1,5 Millionen

Thomas Morgenstern (24) hat sich in die Liga der Superverdiener katapultiert. 

66 Kilo, 1,84 Meter groß, ein nagelneues Traumhaus mit Seeblick am Millstätter See, demnächst weitere 1,5 Millionen Euro schwer – das ist Überflieger Thomas Morgenstern (24) in Zahlen. Ein junger Mann, der seine Balance gefunden hat. Auch finanziell, denn das Produkt "Morgi“ funktioniert und segelt inzwischen auf Augenhöhe mit Skistars wie Benjamin Raich (2,5 Millionen Jahresgage) oder Abfahrtsgröße Michael Walchhofer (zwei Mio.).

Preisgeld-Weltmeister Thomas Morgenstern
Allein an Preisgeldern – die bei Skispringern mit rund 8.000 Euro pro Sieg eher bescheiden ausfallen – hat Thomas Morgenstern seit 2003 knapp 890.000 Euro brutto verdient. In der Saison 2010/2011 waren es bisher 76.800 Euro. Dazu kommen jährlich rund 600.000 Euro vom Hauptsponsor Red Bull als Jahresfixum. Der Rest setzt sich aus Einzelverträgen mit Ausstatter Carrera, seiner Skifirma Fischer sowie leistungsbezogenen Prämien aus dem Gesamttopf des ÖSV-Springerteams zusammen. Hauptsponsor Volksbank zahlt rund eine Million Euro pro Jahr an die Adler. Dazu kommen bei Thomas Morgenstern noch PR-Auftritte und Autogrammstunden. Für den Gesamtsieg der Vierschanzentournee erhielt Morgenstern allerdings keine Extraprämie, sondern "bloß“ einen Subaru Forester im Wert von 30.000 Euro.

Höchster Werbewert
Dennoch ist Morgenstern derzeit der Strahlemann im Skizirkus – athletisch, ehrgeizig, siegessicher, rundum positiv: "Er hat momentan den höchsten Werbewert“, sagt Sportmanager Ronnie Leitgeb. Einziger Nachteil des Kärntner Ausnahmekönners: "Als Skispringer sind seine Bekanntheitswerte regional begrenzt“, meint Leitgeb. Während ein Tennisspieler wie Jürgen Melzer (derzeitige Nummer 11) weltweit vermarktet werden kann und Sponsoren-Giganten wie Adidas und Dunlop an Land gezogen hat, sind Skispringer nur regional in Bares umsetzbar: "Deutschland, Österreich, Schweiz und vielleicht noch Skandinavien“, nennt Leitgeb die möglichen Sponsoreneinzugsgebiete: "In den großen Sponsoring-Ländern wie England, Spanien, Italien oder den USA und in Asien sind Skisportler halt nicht präsent.“ Nur Superstar Hermann Maier hat diese regionale Werbeschallmauer durchbrochen, cashte in seinen besten Sieg-Zeiten rund fünf Millionen Euro an Werbeeinnahmen ab – pro Jahr.