Lindsey Vonn sichert sich Kombi-Kristall

Sieg an Maze

Lindsey Vonn sichert sich Kombi-Kristall

Als beste Österreicherin landete Elisabeth Görgl auf dem fünften Platz.

Die Slowenin Tina Maze hat am Freitag in Tarvis erstmals eine Weltcup-Super-Kombination gewonnen, Lindsey Vonn sich mit Platz zwei dafür die erste kleine Kristallkugel dieses Winters bei den Damen gesichert. Zudem verkürzte die nun bei bereits zehn Kugeln haltende US-Amerikanerin in der Gesamtwertung ihren Rückstand auf Maria Riesch um 20 Zähler auf 176 Punkte, weil sich die Deutsche im ersten von drei Tarvis-Bewerben mit Platz drei begnügen musste. Elisabeth Görgl wurde als beste ÖSV-Kombiniererin Fünfte.

Freude ist groß
  Maze und Vonn freuten sich riesig über ihre Erfolge. "Vor der WM habe ich viele Probleme gehabt, aber seitdem viele gute Resultate. Ich habe jetzt viel Selbstvertrauen. Ich riskiere viel und ich fahre gut", sagte Kombi-Vizeweltmeisterin Maze, nachdem sie als Abfahrts-Fünfte mit Slalom-Bestzeit zum Premieren-Erfolg gestürmt war. Seit sie bei der Garmisch-WM als Riesentorlauf-Weltmeisterin den Nimbus der ewigen Zweiten abgeschüttelt hat, läuft es bei der 27-Jährigen. "Ich habe schon lange gedacht, dass die Super-Kombination eine gute Disziplin für mich ist", sagte sie.

Souverän in der Abfahrt
  Vonn hatte am Vormittag die eher leichte Abfahrt souverän und 0,42 Sekunden vor Riesch gewonnen und fuhr dann ihren besten Slalom seit langem. Dadurch schnappte sie der mit fünf Punkten Vorsprung in den Bewerb gegangenen Riesch noch die in drei Bewerben vergebenen Kombi-Kugel weg, womit wie bei den Herren (Kostelic) auch bei den Damen die erste Saison-Kugel in der Kombi vergeben wurde. "Ich bin sehr, sehr stolz auf diesen Erfolg heute. Es war sicher kein perfekter Lauf, kein schöner Lauf von mir. Ich hoffe, ich kann auch noch die Super-G- und Abfahrtskugel in diesem Jahr gewinnen", gab sich die US-Amerikanerin hochzufrieden.

   Die ganz auf den Gesamtsieg fokussierte Riesch trug die Niederlage mit Fassung. "Es ist natürlich schade, aber ich wusste auch vor dem Rennen, dass es knapp wird. Es war ein schwieriger Slalom, ich mag solche Verhältnisse nicht", sagte die Deutsche seufzend und verwies auf den Bewerb in Frankreich. "Ich hab die Kugel schon in Val d'Isere verbaut." Jetzt, so Riesch, sei die große Kugel ganz klar das größte Ziel. "Wenn das klappt, kann ich das andere leichter verschmerzen."

Görgl gehts nicht auf
  Auch Görgl hätte es knapp hinter der österreichischen Landesgrenze im Ersatzbewerb für Sestriere noch in der Hand gehabt, erstmals eine Kristallkugel zu gewinnen. Am Ende war der Zug für die Speed-Doppelweltmeisterin von Garmisch aber schon nach der Abfahrt (nur Platz 12) abgefahren, sechstbeste Laufzeit im Slalom reichte nicht mehr für ganz vorne. "Ich hab alles probiert, leider ist es mir im Slalom nicht aufgegangen", gab Görgl zu. Ich gratuliere Lindsey, sie ist super gefahren."

   Andrea Fischbacher sorgte als Zehnte für die zweite Top-Ten-Platzierung des ÖSV. Für Kombi-Weltmeisterin Anna Fenninger wurde der zweite Bewerb seit ihrem Titelgewinn in Garmisch zur Enttäuschung, vor einer Woche in Aare war sie zumindest Neunte geworden. Nachdem sie in der Abfahrt nur 40. geworden war, verbesserte sie sich wenigstens noch auf Rang 29. Nicole Hosp verhaute als 38. die Abfahrt ebenfalls, kam durch die siebentbeste Slalomzeit aber unmittelbar vor Michaela Kirchgasser noch auf Rang 15.

   Als Samstag und Sonntag geht das Tarvis-Programm mit Abfahrt und Super-G und mit dem spannenden Duell zwischen Riesch und Vonn weiter. Auch Görgl hofft auf weitere Spitzenplätze. "Ich rechne aber nie. Ich will wie immer gute Rennen fahren und alles gut umsetzen, was ich mir vornehme."
 
 
Tarvis (ITA), Super-Kombi
1. Tina Maze (22) SLO 02:13.54
2. Lindsey Vonn (20) USA +00.18
3. Maria Riesch (21) GER +00.55
4. Anja Pärson (16) SWE +00.85
5. Elisabeth Görgl (18) AUT +01.74
6. Julia Mancuso (12) USA +01.87
7. Camilla Borsotti (33) ITA +02.77
7. Johanna Schnarf (15) ITA +02.77
9. Leanne Smith (2) USA +02.88
10. Andrea Fischbacher (30) AUT +02.99
11. Fabienne Suter (13) SUI +03.06
12. Isabelle Stiepel (3) GER +03.12
13. Dominique Gisin (8) SUI +03.20
14. Laurenne Ross (5) USA +03.66
15. Stacey Cook (42) USA +03.68