ÖSV-Adler mit Rumpftruppe nach Vikersund

Skifliegen

ÖSV-Adler mit Rumpftruppe nach Vikersund

Morgenstern und Kofler pausieren beim Skifliegen. Koch feiert Weltcup-Comeback.

Vor elf Monaten sind Österreichs Skiflieger mit Team-Gold sowie Bronze durch Martin Koch aus Vikersund zurückgekehrt. Nun geht es am Wochenende auf der größten Skiflug -Schanze der Welt erstmals in dieser Saison um Punkte auch für den Skiflug-Weltcup. Die Vorzeichen sind freilich doch anders als in der Vorsaison, erstmals stößt sich die Weltelite mit den nun deutlich engeren Anzügen vom "Zitterbalken" eines Flugbakkens ab. Österreich startet mit einem veränderten Fünf-Mann-Team.

Schlieri jagt Nykänen-Rekord
Für den nach einem Virus wieder genesenen Weltcup-Leader Gregor Schlierenzauer geht es nach der Japan-Pause nicht nur um die Verteidigung des Gelben Trikots. Ihm fehlt ja nur noch ein Weltcupsieg auf die Allzeitbestmarke von Matti Nykänen mit 46 Erfolgen.

Morgenstern, Kofler pausieren
"Wir haben jetzt die Weichen für die Beschickungen gestellt", meinte Cheftrainer Alexander Pointner. "Gregor ist in sehr guter Form und er freut sich schon unheimlich auf die kommenden vier Skifliegen und dann auf die Team-Tour." Thomas Morgenstern pausiert weiter, es ist auch noch nicht sicher, ob der dreifache Olympiasieger am Wochenende darauf in Harrachov an den Start geht. Ebenso feilt auch Andreas Kofler nach dem für ihn enttäuschenden Sapporo-Trip zu Hause an seiner Form. "Bei beiden sind sowohl der körperliche Zustand, wie auch der technische Level absolut konkurrenzfähig. Aber der Saisonverlauf war bei beiden nicht ohne Komplikationen", erklärte Pointner.

Koch feiert Comeback
Dafür kehrt Martin Koch, der das Skifliegen besonders mag, erstmals seit Bischofshofen wieder ins Team zurück. "Er hat sich explizit für das Skifliegen vorbereitet. Wenn er Skiflug-Luft schnuppert, bin ich mir sicher, kommt er wieder in Form", ist Pointner überzeugt. Weiters mit im Vikersund-Team sind Wolfgang Loitzl, Michael Hayböck und Lukas Müller.

Auch Fett und Kraft nicht dabei
Der zuletzt zweifache Kontinentalcupsieger Manuel Fettner ist wieder gut in Form, wird aber bei keinem der Skifliegen eingesetzt werden, und Stefan Kraft ist bei der Junioren-WM im Einsatz.

Wie wirken sich neue Anzüge aus?
Ein klein wenig Neuland wird das Skifliegen mit den auf maximal zwei Zentimeter Spielraum verengten Anzügen schon werden, auch wenn Pointner die Skiflieger wie Schlierenzauer, Koch oder auch Weltmeister Robert Kranjec wieder vorne erwartet. "Das kann im Prinzip noch keiner abschätzen. Man fliegt wesentlich schneller durch die Luft, weil der Luftwiderstand viel geringer ist und was dann ab einer gewissen Geschwindigkeit passiert, muss man schauen", ist auch Pointner gespannt.

Dass sein aktueller Leithammel im Team den Nykänen-Rekord in Norwegen knackt, traut Pointner dem Stubaier zu. "So wie der Gregor jetzt Stärke ausstrahlt, wird es in einer kürzeren Zeitspanne sein", glaubt Pointner.