Schild deklassiert Konkurrenz

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Schild deklassiert Konkurrenz

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Schild gewinnt Aspen-Slalom mit über einer Sekunde Vorsprung auf Pietilä-Holmner.

Was für eine Gala-Vorstellung von Schild. Gleich im ersten Slalom der Saison rückte sie die Kräfteverhältnisse zurecht. Die Konkurrenz kann sich warm anziehen.

Ihre ganze Klasse ließ Schild schon im ersten Durchgang aufblitzen. Etwas verhalten im oberen Teil, bei der Zwischenzeit hauchdünn drei Hundertstel zurück. Doch unten zündete sie den Turbo und brannte Bestzeit in den Schnee. Fast acht Zehntel Vorsprung auf Tanja Poutiainen aus Finnland. Im Slalom eine halbe Ewigkeit. Ihr erster Kommentar im Zielraum: „Unten hab ich Gas gegeben, weil mein Trainer mir raufgefunkt hat, dass es voll geht.“

Souverän Sieg nach Hause gefahren
Auch im zweiten Lauf hielten die Nerven von Schild. Obwohl der Druck auf die Freundin von Benni Raich riesengroß war. Obwohl Maria Höfl-Riesch (GER), die Vierte aus dem ersten Lauf , und die Schwedin Pietilae-Holmner ordentlich vorgelegt hatten.

Nachdem Poutiainen schwer ausließ, war unsere Schild an der Reihe. Siegessicher stand sie oben im Starthaus. Bei der ersten Zwischenzeit unglaubliche 1,18 Minuten vorne. Vorsprung ausgebaut! Fehlerfrei carvte sie weiter durch den Stangenwald und riss im Zielraum die Hände in die Höhe. Am Ende lag unsere Slalom-Weltmeisterin 1,19 Minuten vorne. Für Schild war ihr 30. Weltcupsieg, den 28. im Slalom.

"Erreiche, was ich will"
Nach dem totalen Triumph meinte sie ganz cool: „Ich wollte diesen Sieg unbedingt. Und wenn ich mir etwas vornehme, dann erreiche ich das auch.“

Zettel auf Platz 5
Die Leistung der anderen ÖSV-Läuferinnen war durchwachsen. Nur Kathrin Zettel überraschte mit Platz fünf. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Nichts zu holen gab es hingegen für Nicole Hosp. Nach dem Riesentorlauf schied sie auch im gestrigen Slalom aus.

Doch alle reden nur über unsere Marlies Schild und ihre beeindruckende Performance. Von den letzten 17 Slaloms hat Schild zehn gewonnen und war zweimal Zweite. Im Klartext: Für sie gilt nur Fliegen oder Siegen! Jetzt fliegt Schild zurück nach Europa. Ihr nächste Auftritt steigt am 17./18. Dezember im französischen Courchevel.

Endstand im Aspen-Slalom

1. Marlies Schild (6) AUT 01:43.72
2. Maria Pietilae-Holmner (4) SWE +01.19
3. Maria Höfl-Riesch (3) GER +01.96
4. Tanja Poutiainen (1) FIN +02.06
5. Kathrin Zettel (2) AUT +02.58
6. Veronica Zuzulova (5) SVK +02.65
7. Manuela Mölgg (10) ITA +02.87
8. Mikaela Shiffrin (37) USA +03.31
9. Michaela Kirchgasser (11) AUT +03.52
10. Frida Hansdotter (14) SWE +03.63
11. Marie-Michele Gagnon (21) CAN +03.74
12. Tina Maze (7) SLO +03.84
13. Sarka Zahrobska (12) CZE +03.93
13. Fanny Chmelar (15) GER +03.93
15. Anne-Sophie Barthet (23) FRA +03.94
16. Anna Swenn-Larsson (51) SWE +03.96
17. Christina Geiger (17) GER +04.21
18. Irene Curtoni (19) ITA +04.28
19. Wendy Holdener (34) SUI +04.29
20. Anna Goodman (44) CAN +04.56
21. Chiara Costazza (42) ITA +04.74
22. Tessa Worley (26) FRA +04.88
23. Carmen Thalmann (36) AUT +05.13
24. Alexandra Daum (38) AUT +05.41
25. Marina Nigg (28) LIE +05.67
26. Bernadette Schild (18) AUT +05.68
27. Katharina Dürr (9) GER +06.06
28. Catherine Dautherives (35) FRA +06.17
29. Emelie Wikström (29) SWE +06.50
DNF. Nicole Hosp (13) AUT -
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