Walchhofer und Scheiber hoffen auf Super-G

Ski Alpin

Abfahrt zum Abhaken für Österreichs Speed-Herren

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Nach der Abfahrt ist für die Speed-Spezialisten bei Olympischen Spielen vor dem Super-G. Doch wenn es sich nur so leicht zur Tagesordnung übergehen ließe. Zu tief sitzt die Enttäuschung bei Michael Walchhofer und Co. über den Ausgang der Abfahrt am Montag, die dem Schweizer Didier Defago Gold brachte und Mario Scheiber als besten Österreicher "Blech".

Die Hoffnung, dass sich nach der zähen Saison für den ÖSV in der für die Alpinsektion wichtigsten Disziplin das Blatt ausgerechnet im Land der Ahornblätter wendet, hat sich nicht erfüllt. Nach dem bescheidenen Abschneiden bei der WM in Val d'Isere vor einem Jahr, als Hermann Maier mit Rang sechs dem Podium am nächsten kam, war es das nächste stockerlfreie Ergebnis bei einem Großereignis. Denn es zählen nur die Medaillen, das versichern die Läufer immer wieder.

Der Vierte ist der erste Verlierer, ist ein viel gebrauchter Standardsatz. Dass Scheiber eine Medaille nur um 12/100 Sekunden verpasste, passt zum Dilemma, das sich schon durch die ganze Saison zieht. Die Abfahrer blieben erstmals seit 1994 in Lillehammer (Patrick Ortlieb Vierter) bei Olympia ohne Medaille.

Michael Walchhofer und Mario Scheiber bekommen im Super-G eine weitere Chance, und wenn der Abfahrtslauf einem von den beiden eine positive Erkenntnis gebracht hat, dann Scheiber. "Ich kann auch auf dieser Strecke schnell sein und nicht nur dort, wo es steil ist und man sich überwinden muss."

Etwas relaxen und dann für den Super-G vorbereiten, lautet das Programm. "Es wäre schön gewesen, im Super-G mit einer Medaille an den Start zu gehen", sagte Walchhofer, der sich nach Platz zehn stattdessen aus dem Dreck rauswühlen müsse. Dass er in der Super-Kombi auf einen Start verzichtete, habe nichts mit dem Abfahrtsausgang zu tun gehabt, sondern sei bereits seit Kitzbühel klar gewesen, meinte er.

Die Zukunftsfrage ließ Walchhofer offen. War seine erste Reaktion gegenüber den österreichischen Medien gewesen, dass er es am liebsten auf der Stelle lassen würde, war später bei der Agentur Reuters zu lesen, dass er die Chance mit "50:50" bezifferte. "Momentan schaut es nicht so gut aus, aber vielleicht morgen schon besser."

Auch wenn das große Ziel des Salzburgers die Goldmedaille in der Abfahrt war ("Vielleicht war ich zu sehr fixiert auf Gold"), so werden ihm die größeren Chancen im Super-G am Freitag gegeben. Der 34-Jährige führt die Wertung an, er hat das Weltcuprennen in Val d'Isere gewonnen, war in Kitzbühel Zweiter und in Lake Louise Dritter.

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