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Hans Grugger spricht über seinen Kitz-Horror

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2011 stürzte er auf der Streif schwer. Lebensgefahr, Koma, Reha und Karriere-Ende waren die Folgen. So geht es dem Ex-ÖSV-Star neun Jahre nach seinem Hahnenkamm-Drama.

Es ist der 20 Jänner 2011. Ein Tag, der das Leben von Hans Grugger auf einen Schlag für immer verändern wird. Der damalige ÖSV-Star fährt gerade seinen Trainingslauf auf der legendären Streif. Es steht das legendäre Hahnenkammrennen in Kitzbühel auf dem Programm. Als er im Starthaus stand, ahnte noch niemand, was in wenigen Momenten geschehen sollte. In der berüchtigten Mausefalle kam Grugger zu Sturz.

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Hans Grugger spricht über seinen Kitz-Horror

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Hans Grugger spricht über seinen Kitz-Horror
Hier wird der schwer verletzte Grugger mit dem Heli abtransportiert.

Er knallte mit voller Wucht auf die harte Piste. Die Folgen sind fatal. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und schwere Lungenverletzungen. Es bestand akute Lebensgefahr.  "Ich musste nach acht Tagen im Koma sehr hart dafür kämpfen, damit ich wieder ein normales Leben führen kann", erzählt der Bormio-Sieger von 2004 jetzt dem Schweizer "Blick".

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Hans Grugger spricht über seinen Kitz-Horror
Mit aller Kraft kämpfte er sich ins Leben zurück.

"An den Tag des Sturzes kann ich mich zwar nicht erinnern. Aber beim Anblick der Mausefalle werden in mir Erinnerungen an meine schwierige Reha-Zeit geweckt", erzählt der mittlerweile 38-Jährige.

Rund acht Monate nach dem Horror-Sturz stand der gebürtige Salzburger wieder auf Skiern. Das Comeback gelang ihm aber nicht. 2012 hing er seine Karriere schließlich an den Nagel. Danach beginnt für ihn ein neues Leben. Mittlerweile wohnt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Salzkammergut. Er holt seine Matura nach und beginnt ein Studium zum Oberstufen-Lehrer, das er letzten November abschloss.

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Hans Grugger
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Hans Grugger ist heuer wieder beim Hahnenkamm-Rennen dabei. Allerdings nicht als Profi.

Allerdings sucht er nun einen Job. "Ich bin ein arbeitsloser Lehrer. Ich suche nach einer passenden Stelle, für die ich meinen Wohnort im Salzkammergut nicht verlassen muss", erklärt Hans Grugger.

Heuer ist er für seinen ehemaligen Sponsor wieder in Kitzbühel dabei. Zurück in den Ski-Zirkus würde er aber mittlerweile nicht mehr wollen. "Das Leben ist sehr viel entspannter, wenn man nicht eine derart vereiste und steile Piste hinunterdonnern muss!", sagt Grugger ganz offen dem "Blick".

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