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Raich: Zu schwach für Billig-Medaille

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Peinliche Klatsche für ÖSV-Herren in der Super-Kombi.

Zwickt’s mi, i man i tram! Des derf net wohr sein, wo samma daham? Zwickt’s mi, ganz wurscht wohin! I kann’s net glaub’n, ob i ang’soff’n bin?

Als Romed Baumann nach dem Out in der Abfahrt im Schnee saß, dröhnte im Zielraum Wolferl Ambros’ Hit aus den Musikboxen. Treffend für den Auftritt unserer Skiherren in der Super-Kombi. Bei der Performance half nicht einmal zwicken …

Schlappe
Baumann raus – und Raich, unsere größte Goldhoffnung, hatte schon in der Abfahrt drei Sekunden Rückstand aufgerissen. Absoluter Höhepunkt: „Superstar“ Kevin Esteve Rigail aus Andorra (!) lag als Neunter drei Plätze vor Raich. „Ich hab den Trögl­hang total vermasselt“, meinte der Tiroler.

Sagte es, schulterte seine Rennlatten und schlug beim Umdrehen mit den Skienden ÖSV-Pressesprecher Markus Aichner k. o. Eine Panne nach der anderen für die Skiherren in der Super-Kombi. Wenigstens Raich ließ im abschließenden Slalom kurz seine Klasse aufblitzen und markierte Zwischenbestzeit. Als der Schweizer Silvan Zurbriggen (Sechster nach der Abfahrt) ausschied, keimte sogar so etwas wie Hoffnung auf. Zumindest die Bronzemedaille war für Raich in Reichweite.

Italo-Macht
Ein frommer Wunsch. Plötzlich erwiesen sich die vermeintlichen Abfahrer Innerhofer und Fill als bärenstarke Slalomläufer. Bei frühlingshaften Temperaturen blühten die Italiener am Gudiberg auf.

Am Ende fehlten Raich 27 Hundertstel auf den drittplatzierten Fill. Bitter: Für ihn bereits zum dritten Mal WM-Blech! Eine Klasse für sich: Super-Elch Aksel Lund Svindal. Ihm reichte die siebente Slalomzeit, um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Im Ziel wartete schon Freundin Julia Mancuso – die Liebe macht Aksel so unschlagbar …

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