Naglich

Ski Alpin

Zu brutal? Streif-Chef kontert Vorwürfe

Artikel teilen

FIS entschärfte die Strecke. Naglich fand die Athleten-Kritik übertrieben.

Das Streif-Starthaus auf 1.665 m Höhe, Mittwoch, kurz vor zehn Uhr. Es stürmt und es schneit. So stark, dass überhaupt nichts geht. Dann lässt der Wind kurz nach. Sofort sind die Helfer draußen und schaufeln unermüdlich. Andere bedienen Schneefräsen oder versuchen Schnee aus der Piste zu rutschen.

Im Hintergrund die Motoren der Ratracs, die praktisch rund um die Uhr im Einsatz sind. Unermüdlich auch Streif-Chef Axel Naglich (49). Per SMS, WhatsApp-Gruppen und Funk trommelt er seine Leute zusammen.

Obwohl von Wetterberuhigung keine Rede sein kann, ist Naglich überzeugt, dass die Speed-Hits der 78. Hahnenkammrennen über die Bühne gehen werden: Der Super-G am Freitag und der Abfahrts-Klassiker am Samstag (jeweils 11.30 Uhr im oe24-LIVE-TICKER), notfalls auf verkürzter Strecke.

"Aufregung nach Training übertrieben"

Naglich: "Für den Super-G am Freitag schaut es nicht schlecht aus. Und am Samstag brauchen wir ein Wetterfenster von drei Stunden, dann kriegen wir die Abfahrt schon irgendwie runter."

Nach dem ersten Training am Dienstag hatten sich die Stars von Axel Lund Svindal über Olympiasieger Matthias Mayer bis Hannes Reichelt über die brutale Streif beklagt. Durch den Neuschnee haben sich die Diskussionen automatisch erübrigt. Naglich: "Der macht die Piste automatisch langsamer."

Außerdem fand der Streif-Boss die Aufregung übertrieben: "Die Streif ist eben die Streif. Da musst du arbeiten, sonst frisst dich der Berg."

OE24 Logo