Kämpfen um Olympia-Start

Neues Format soll Nordische Kombination retten

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Die Nordischen Kombiniererinnen haben in Planica ihre zweiten Auftritte im Rahmen von Weltmeisterschaften bereits fertig absolviert. Zwei Jahre nach der Premiere in Oberstdorf mit einem Einzel gab es diesmal auch einen Mixed-Bewerb in Vierer-Teams.

Ob die Entwicklung der Athletinnen und der Leistungsdichte in den Wintersportnationen damit schritthalten kann, bleibt abzuwarten. Im Hinblick auf die olympische Zukunft der ganzen Sportart muss jedenfalls auf allen Ebenen nach größeren Teilnehmerfeldern mit mehr Nationen getrachtet werden.

Eine Hilfe auf dem Entwicklungsweg der jungen Sparte könnte ein Teamsprint mit einer Frau und einem Mann anstelle des Mixed-Bewerbes sein, an dem in Planica lediglich acht Nationen teilnahmen. "Man muss überlegen, ob man nicht vielleicht mehr in Richtung Teamsprint geht und mehr Nationen dazu zu bewegen. Das würde Sinn machen. Wir brauchen mehr Nationen, und so kriegen wir sie her", erläuterte ÖSV-Männertrainer Christoph Eugen.

Entwicklung geht in die richtige Richtung

Österreichs Frauen-Coach Bernhard Aicher schlägt ein die gleiche Kerbe. "Ich kann mir vorstellen, dass das Single-Mixed ein gutes Format ist. Es wird heuer im Sommer-Grand-Prix getestet. Wenn man was findet, wird das von der FIS sicher schnell umgesetzt." Die diesmal geringe Nationenzahl im Mixed sei auch Verletzungen in einigen Teams geschuldet, die eben noch nicht gut genug aufgestellt seien, um einzelne Ausfälle zu kompensieren. Mittelfristig rechnet Aicher mit 11 bis 13 Nationen.

Sein Team um die 19-jährigen Lisa Hirner und Annalena Slamik sowie Claudia Purker habe jedenfalls großes Potenzial, betonte Aicher. Die erträumte Einzelmedaille beim nächsten WM-Triumph von Seriensiegerin Gyda Westvold Hansen (NOR) sei zwar ausgeblieben, Bronze im Mixed-Team sei aber eine sehr schöne Entschädigung. "Das ist eine tolle Geschichte. Das freut uns mega", so Aicher, der dadurch auf weiteren Schub hofft. "Hirner und Slamik sind noch sehr jung, sie haben bei der WM extrem viel gelernt, worauf man in Zukunft zurückgreifen kann."

Auch in der zweiten Reihe gebe es durchaus Zukunftshoffnungen. "Im Conti-Cup haben wir vier Junge dabei und im Schülerbereich kommen auch zwei Gute nach. Ich glaube schon, dass da was passiert, ich bin da absolut positiv."

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