Die verrückte Szene bei der Skiflug-WM in Oberstdorf, als der Sprungski von Domen Prevc herrenlos über die Flugschanze jagte, sorgt noch immer für Gesprächsstoff.
Bei der Olympia-Farewell-Party in Wien schüttelte ÖSV-Adler Jan Hörl am Dienstag im ORF noch immer den Kopf, als der Fauxpas von Prevc zur Sprache kam. Eigentlich unglaublich, dass sich die über 250 Zentimeter langen und rund 2,5 Kilo schweren Fluglatten des besten Skispringers der Welt am Sprungturm selbstständig machen konnten. Hörl: „Das ist das Material, das zu mir gehört, mit dem ich runterspringen muss." Der Salzburger weiter: "Wir müssen in Zukunft die Ski wieder fester halten. Blöde Situation für ihn (Prevc, d. Red.)."
Hörl über Rüpel Prevc: "So richtig schauen tut er nicht"
Dann verriet unser Olympia-Medaillenkandidat ein spannendes Detail aus der Vergangenheit: "Der Domen (Prevc, d. Red.) war immer schon ein Kandidat, der ein paar Sachen einbaut." So habe der inzwischen zurückgetretene Michael Hayböck "schon einmal einen Ski von ihm draufbekommen auf den Kopf." Prevc habe "sich gedreht" und dabei nicht aufgepasst. "So richtig schauen tut er nicht ..."
Antwort bei Olympia?
Bei den Olympischen Winterspielen in Italien (die Skisprung-Bewerbe steigen in Val di Fiemme) will Hörl seine Antwort auf der Schanze geben und Prevc zumindest eine "reservierte" Goldmedaille entreißen. Angesprochen über seine elf zweiten Plätze im Weltcup seit 2024 meint der Vierschanzentournee-Zweite: "Vielleicht hab ich mir das (den Sieg, d. Red.) aufgehoben ..."