Während sich die Bayern über den Schiedsrichter ärgern, gibt es eine hochemotionale Geschichte zu feiern: Sven Ulreich stand nach 539 Tagen wieder im Kasten und zeigte eine überragende Leistung.
Wegen der Ausfälle von Manuel Neuer und Jonas Urbig schlug beim 1:1 in Leverkusen am Samstag wieder die Stunde von Sven Ulreich. Sein letzter Einsatz lag bereits lange zurück – am 21. September 2024 stand er zuletzt beim 5:0 gegen Bremen auf dem Platz.
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Man of the Match
Der 37-Jährige verhinderte mit mehreren Paraden weitere Gegentore und rechtfertigte das Vertrauen seiner Kollegen. „Die Jungs kennen mich schon lange. Die wissen: Wenn ich gebraucht werde, bin ich da“, erklärte Ulreich nach dem Spiel bei Sky. Sportvorstand Max Eberl kürte ihn zum „Man of the Match“ und betonte, wie sehr die Mannschaft den Routinier für seinen Einsatz im Training und seine Unterstützung für die anderen Torhüter schätzt.
Tiefe Anteilnahme der Kollegen
Hinter dem sportlichen Erfolg steht eine bewegende private Geschichte. Im Sommer 2025 machten Sven Ulreich und seine Frau Lisa öffentlich, dass ihr Sohn Len im Alter von nur sechs Jahren nach langer Krankheit verstorben war. Mitspieler Josip Stanisic fand nach der Partie berührende Worte: „Er ist ein Wahnsinnstyp, dem ich nichts mehr gönne als einfach nur Glück in seinem Leben. Dass er dann heute so für uns da ist, ist einfach nur unglaublich.“
Nächste Chance in der Königsklasse
Auch das Torwartteam hielt fest zusammen: Sowohl Neuer als auch Urbig schickten Ulreich vor dem Anpfiff motivierende Nachrichten. Das nächste Highlight wartet bereits am Mittwoch. Im Champions-League-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo wird Ulreich voraussichtlich erneut das Vertrauen erhalten, um den 6:1-Vorsprung aus dem Hinspiel zu verteidigen.