Tadej Pogacar kennt kein Pardon! Nur wenige Tage nach seinem Triumph in Lüttich hat der slowenische Ausnahmekönner auch zum Auftakt der Tour de Romandie seine Extraklasse unter Beweis gestellt.
Der viermalige Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar hat am Mittwoch die erste Etappe der Tour de Romandie im Sprint einer Vierergruppe für sich entschieden. Ob der Superstar seine Führung verteidigt, zeigt sich am Donnerstag das Peloton 173 Kilometer von Rue nach Vucherens absolviert.
Demonstration am Berg nach Ovronnaz
Nach 171 Kilometern rund um Martigny ließ Pogacar im Finale Florian Lipowitz (GER), Lenny Martinez (FRA) und Jörgen Nordhagen (NOR) keine Chance. Zuvor hatte der Slowene bereits am selektiven Anstieg nach Ovronnaz ernst gemacht und das Feld gesprengt. Nur Martinez konnte am Berg direkt folgen, während Lipowitz und Nordhagen erst später wieder den Anschluss fanden – im Zielsprint waren sie gegen den fünffachen Saisonsieger jedoch machtlos.
Großschartner hält die rot-weiß-rote Fahne hoch
Aus österreichischer Sicht war Felix Großschartner der auffälligste Akteur. Der UAE-Teamkollege von Pogacar, der im Prolog am Dienstag noch einen starken zwölften Platz belegt hatte, kam auf der ersten Bergetappe als bester Österreicher ins Ziel. In der Gesamtwertung belegt er nun mit einem Rückstand von 5:43 Minuten den 31. Rang und wird in den kommenden Tagen wohl primär als wichtiger Helfer für seinen Kapitän Pogacar fungieren.
Hunger auf Siege bleibt ungestillt
Trotz seiner jüngsten Erfolge bei den Ardennen-Klassikern zerstreute Pogacar bei seinem ersten Start in der Westschweiz alle Zweifel an seiner Form. "Ich will jedes Rennen gewinnen", hatte der Dominator bereits vor dem Start klargestellt. Mit dem Leadertrikot auf den Schultern geht er nun als der große Gejagte in die zweite Etappe, wobei die Konkurrenz bereits am ersten Tag schmerzhaft erfahren musste, dass Pogacar aktuell in einer eigenen Liga fährt.