Nervenschlacht statt Offensiv-Feuerwerk! Atletico Madrid und Arsenal trennten sich im Halbfinal-Hinspiel mit einem 1:1. In einer von Taktik geprägten Partie sorgten vor allem die Strafstöße für Action.
Im Gegensatz zum Tor-Festival in Paris regierte im Metropolitano der Kampf. Die Entscheidung über den Finaleinzug fällt nun im Rückspiel kommenden Dienstag (21.00 Uhr) in London, wo beide Teams nach dem Remis in Madrid bei Null beginnen.
Zwei Elfer lösen den Knoten
In einer nervösen ersten Halbzeit war es ein plumpes Foul von David Hancko an Viktor Gyökeres, das die Gunners in Führung brachte. Der Gefoulte trat selbst an und knallte das Leder zum 0:1 (44.) in die Maschen, wobei Jan Oblak im Atletico-Tor zwar noch dran war, den Einschlag aber nicht verhindern konnte. Nach der Pause schlugen die Rojiblancos jedoch schnell zurück: Ben White bekam den Ball an die Hand, Julian Alvarez behielt die Nerven und besorgte vom Punkt das 1:1 (56.).
Alu-Pech und VAR-Entscheidung
Die Hausherren drückten danach kurzzeitig auf den Sieg, doch Antoine Griezmann (63.) scheiterte mit einem sehenswerten Schlenzer an der Querlatte. Auch Ademola Lookman (74.) vergab eine dicke Chance alleine vor dem Arsenal-Keeper. In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig brenzlig: Schiedsrichter Danny Makkelie nahm einen weiteren Elfmeter für Arsenal nach Ansicht der Videobilder (78.) zurück, was das Metropolitano aufatmen ließ.
Gunners-Druck in der Schlussphase
In den letzten Minuten warfen die Londoner noch einmal alles nach vorne. Der eingewechselte Mosquera (87.) prüfte Oblak unmittelbar nach seinem Debüt, während Declan Rice (89.) aus der Distanz knapp das Ziel verfehlte. Atletico rettete das Unentschieden über die siebenminütige Nachspielzeit, womit die Ausgangslage für das Rückspiel im Emirates Stadium völlig offen bleibt.