Die Vierschanzentournee kommt nicht zur Ruhe: Nach der Qualifikation in Innsbruck wurde der polnische Skispringer Pawel Wasek aus der Wertung genommen.
Nächste Disqualifikation bei der Vierschanzentournee: Der Pole Pawel Wasek ist nachträglich aus der Qualifikation am Bergisel gestrichen worden. Der 26-Jährige hatte den Durchgang zunächst auf Rang 36 beendet.
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Verstoß gegen die Materialregeln
Grund für die Disqualifikation war kein Anzugvergehen, sondern ein Verstoß gegen die Materialregeln. Bei einer Kontrolle wurden auf Waseks Skiern Rückstände von fluoridhaltigem Wachs festgestellt. Die Verwendung solcher Wachse ist im Skispringen verboten, da bereits geringe Mengen einen messbaren Wettbewerbsvorteil bringen können.
Cheftrainer Maciej Maciusiak
Im polnischen Team sorgt der Vorfall für große Ratlosigkeit. Cheftrainer Maciej Maciusiak zeigte sich im Gespräch mit dem Portal „skijumping.pl“ überrascht:
„Wir sind genauso überrascht, weil wir solche Wachse definitiv nicht besitzen – und das schon seit sehr langer Zeit. Wir haben sogar ein Verbot, so etwas zu kaufen.“
"Denn ihn trifft keine Schuld"
Wie die Fluor-Rückstände auf die Skier gelangen konnten, ist bislang unklar. „Wir wissen nicht, wo der Fehler begangen wurde und wonach wir überhaupt suchen sollen“, so Maciusiak weiter. Besonders bitter sei die Situation für den Athleten selbst: „Und bei all dem tut mir Pawel am meisten leid, denn ihn trifft keine Schuld.“