Drama, Kleber und Weltklasse-Flüge: Stephan Embacher verpasste den Sieg am Samstag nur um einen Wimpernschlag. Heute um 13:30 Uhr bläst der 20-Jährige zur großen Revanche gegen Domen Prevc.
Die Entscheidung am Kulm steht unmittelbar bevor! Am Sonntag (13:30/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) steigt das zweite Skifliegen in Bad Mitterndorf. Im Fokus steht Stephan Embacher, der gestern den Sieg nur um hauchdünne 1,1 Punkte verpasste. Der 20-jährige Tiroler hatte nach dem ersten Durchgang vor 13.000 Fans noch geführt, musste sich aber am Ende dem Saisondominator Domen Prevc aus Slowenien beugen, der seinen zwölften Saisonsieg feierte.
Schuh-Drama mit Superkleber überstanden
Dabei glich Embachers Samstags-Leistung einem kleinen Wunder. Vor dem ersten Flug musste sein Sprungschuh notdürftig mit Superkleber repariert werden. „Ich bin gefühlt mit dem Puls gar nicht mehr runtergekommen, das hat mich schon mitgenommen“, verriet der Super-Team-Olympiasieger. Trotz der Hektik und der Gefahr blieb er cool. Für heute ist der Youngster optimistisch: „Gute Dinge müssen passieren“, so Embacher, der bereits bei der Vierschanzentournee in Innsbruck Halbzeit-Führender war.
Schuster-Bruder sorgt für Stockerl-Sensation
Beflügelt wird das ÖSV-Team auch von Jonas Schuster. Der Zimmerkollege von Embacher und Bruder von Salzburg-Kicker Jannik Schuster landete bei seinem Flugdebüt sensationell auf Rang drei. Gemeinsam mit Daniel Tschofenig (4.) und Maximilian Ortner (5.) sorgte er für ein bärenstarkes Mannschaftsergebnis. Das Quartett will auch heute die slowenische „Prevc-Granate“ entschärfen und den Heimsieg in der Steiermark erzwingen.
Kraft sucht den WM-Rhythmus von 2024
Nachbessern muss hingegen Stefan Kraft. Der Salzburger, der vor zwei Jahren am Kulm Skiflug-Weltmeister wurde, kam am Samstag nicht über den 16. Rang hinaus. Während die jungen Wilden an der Spitze mitmischen, hofft der Routinier heute auf den perfekten Aufwind, um vor den heimischen Fans wieder in die Top-Regionen vorzustoßen. Das Niveau am Kulm ist extrem hoch, doch die ÖSV-Adler sind bereit für den finalen Showdown.