Mayer kann zum Helden werden

Mittwoch Herren-Super-G

Mayer kann zum Helden werden

Mit Tipps von Silber-Papa, Stefan Eberharter und Franz Klammer.

ÖSTERREICH-Experte Franz Klammer hat sich festgelegt: „Im Super-G tippe ich auf Matthias Mayer . Der Bursche hat mich in Kitzbühel überzeugt.“ Mit Platz zwei im schwierigsten und zugleich letzten Super-G vor der WM, nur 13 Hundertstel hinter Saison-Dominator Aksel Lund Svindal, gab der 22-jährige Kärntner tatsächlich eine tolle Empfehlung ab.

Tipp vom Papa: „Mach alles wie beim Weltcuprennen“
Mayer geht ganz cool in sein WM-Debüt: „Ich freue mich auf meinen ersten WM-Start. Eine Medaille wär’ natürlich schön.“ Tipps dafür bekam er genug. Zum Beispiel von seinem Vater Helmut, dem Olympia-Zweiten 1988: „Mach nicht den Fehler, etwas zu verändern. Du musst alles so belassen wie bei einem normalen Weltcup-Rennen.“

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    Stephan Eberharter, der 1991 bei der Heim-WM in Saalbach in einer ähnlichen Situation war und dann überraschend Gold im Super-G und der Kombination holte, meint: „Ich hab es damals genossen, dass ich in Ruhe gelassen wurde. Wenn du noch nicht im Mittelpunkt stehst und nicht jeder was von dir will, kannst du dich aufs Wesentliche konzentrieren. Das ist eine Riesen-Chance.“ Auch Klammer hat einen guten Rat an seinen Kärntner Landsmann.

    Klammer-Tipp: „Gas geben, Nervosität positiv nützen“
    Klammer: „Für den Matthias gilt dasselbe wie für Anna Fenninger: Gas geben, die Nervosität positiv nützen und nicht überpowern. Und wenn einmal die Linie nicht passen sollte, nicht gleich die Nerven wegschmeißen! Auch dann kann sich noch eine Medaille ausgehen.“

    Dabei gleicht es einem Wunder, dass Mayer Mittwoch überhaupt am Start steht. Im Sommer hatte er nach einer Fleisch-Vergiftung fünf Monate nicht trainieren können. Mit einer Medaille kann er zum Helden werden.