Warum durfte Hirscher im Super G nicht ran?

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Warum durfte Hirscher im Super G nicht ran?

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Zweites WM-Rennen, zweite ÖSV-Pleite. Warum durfte Hirscher nicht ran?

Nach dem sensationellen Super-G-Sieg von Ted Ligety und dem zweiten medaillenlosen Rennen für Österreich fragen sich die rot-weiß-roten Fans: Hat sich der ÖSV mit der Nicht-Nominierung von Marcel Hirscher ein Eigentor geschossen?

Zur Erinnerung: Hirscher war voriges Jahr am selben Hang im Super G schon Dritter und auch bei der WM bevorzugte die Kurssetzung ganz klar die RTL-Könner: Gold für Ligety, Silber für de Tessieres, Bronze für Svindal, „Blech“ für Reichelt. Was hätte ein in Hochform fahrender Marcel Hirscher da erreichen können? Selbst Benni Raich (im Vorjahr in Schladming 5.) hätte heute wohl bessere Chancen gehabt als Streitberger und Baumann.

Hirscher wurde ausgebootet
Tatsache ist, dass Hirscher ÖSV-intern keine Chance auf eine Qualifikation für den WM-Super-G hatte. Vorige Woche wurde auf der Turrach die Quali gefahren. ÖSV-Speedcoach Schaffer steckte dabei einen abfahrtsähnlichen Kurs. Dadurch waren Streitberger und Baumann klar im Vorteil. Auf dem technisch viel anspruchsvolleren WM-Kurs waren die beiden aber chancenlos. Weiterer Geniestreich der ÖSV-Verantwortlichen: Hirscher durfte in der Quali nicht mal ran, wurde nur als Vorläufer über den Quali-Kurs gelassen.

ÖSV verpokerte sich
Da verpokerte sich der ÖSV total. Schon im Vorhinein war bekannt, dass der WM-Super-G vom norwegischen Speed-Trainer ausgeflaggt wird. Beim ÖSV spekulierte man damit, dass der Norweger einen abfahrtsähnlichen Lauf für seinen Superstar Aksel Lund Svindal stecken würde. Passierte aber nicht. Die Planai verlangt geradezu nach einem technisch schwierigen Kurs, bei dem das Tempo auch klar rausgenommen wird. Eine Aneinanderkettung von Fehlentscheidungen beim ÖSV also schon im Vorfeld. Und jetzt steht Österreich nach den ersten zwei Bewerben ohne Medaille da…

Hirscher wäre gerne gefahren
Der ausgebootete Salzburger stellte sich gleich nach Rennende mit einer Gratulation auf Facebook für Sieger Ted Ligety ein: "Gratuliere, Ted! Sensationell, Mann!" Zugleich fügte Hirscher wehmütig an: "Diesen Lauf wäre ich auch gerne gefahren." Hirscher trainierte zur selben Zeit, wie auf der Planai um Gold gefahren wurde, Riesentorlauf auf der benachbarten Reiteralm.

Die besten Bilder vom Herren-Super-G

RTL-King Ted Ligety am Weg zur Goldmedaille im Super G.

Ted Ligety genießt im Ziel seinen Gold-Tag.

Gauthier de Tessieres bedankt sich bei seinem Material für den Silberlauf.

Christof Innerhofer konnte seinen WM-Titel von 2011 nicht verteidigen

Einzige Schrecksekunde: Der Norweger Kjetil Jansrud rutscht von der Piste.

Im Gegensatz zu Lindsey Vonn gestern ging Jansruds Sturz aber glimpflich aus.

Matthias Mayer am Weg zu Platz 5

Erik Guay aus Kanada verarbeitet im Ziel seine schwache Fahrt.

Matteo Marsaglias Reaktion auf seine alles andere als perfekte Fahrt.

Svindal jubelt über Bronze.

Aksel Lund Svindal macht sich bei der Zieleinfahrt nochmals lang.

Hannes Reichelts Reaktion auf Platz 4 und die undankbare "Blecherne"

Platz 5 für Jungstar Matthias Mayer bei seinem ersten WM-Auftritt. Ein Fehler im Zielhang kostete mögliches Bronze.

Der Italiener Peter Fill zeigte sich nach seiner "Brez'n" in Kitzbühel in Schladming wieder in Form - zu einer Medaille reichte es aber nicht.

Ligetys wilder Ritt zur Goldmedaille

Der Franzose Gauthiere de Thessieres jubelt über eine sensationelle Silbermedaille

Alexis Pinturault war mit Nummer 1 "Testfahrer"

Georg Streitberger durfte sich trotz verpasstem Stockerlplatzes als erster Österreicher vom enthusiasmierten Publikum feiern lassen.

Der Finne Andreas Romar

Rok Perko (SLO)

Didier Defago (SUI)

Manuel Osborne-Paradis (CAN)

Patrick Küng (SUI)

Carlo Janka (SUI)

Ryan Cochran-Siegle (USA)

Ivica Kostelic (CRO)

Siegmar Klotz (ITA)

Aksel Lund Svindal (NOR)

Aksel Lund Svindal (NOR)

Aksel Lund Svindal (NOR)

Adrien Theaux (FRA)

Christof Innerhofer (ITA)

Hannes Reichelt bedankt sich bei den Fans

Hannes Reichelt (AUT)

Hannes Reichelt (AUT)

...und kommt zu Sturz

Kjetil Jansrud (NOR) verschneidet...

Matteo Marsaglia (ITA)

Mayer nach Fehler im Zielhang enttäuscht

Matthias Mayer (AUT)

Matthias Mayer (AUT)

Blick auf das gefüllte Zielstadion

Erik Guay (CAN)

Jan Hudec (CAN)

Romed Baumann im Ziel

Romed Baumann (AUT)

Georg Streitberger im Ziel

Georg Streitberger (AUT)

Werner Heel (ITA)

Ted Ligety (USA)

Peter Fill (ITA)

Andreas Romar (FIN)

Thomas Mermillod Blondin (FRA)

Thomas Biesemeyer (USA)

Weibrecht mit Problemen bei der Zielhangeinfahrt und dem Ausfall.

Andrew Weibrecht (USA)

Beeindruckender Blick ins Zielstadion

Gauthier de Tessieres (FRA)

Stephan Keppler (GER)

Silvan Zurbriggen (SUI)

Alexis Pinturault (FRA)

Blick aufs Starthaus.

So sieht die Strecke aus Sicht der Läufer aus.

So präsentiert sich die Planai nur Minuten vor Rennstart.

Menschenmassen schieben sich durch die Schladminger Fußgängerzone zum Zielstadion.

Streckenbesichtigung in der Früh

Der Herren-Super-G als Fan-Renner. Im letzten Moment werden am Schwarzmarkt noch Eintrittskarten gesucht.

Maskottchen Hopsi sorgt für gute Stimmung.

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