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Einsatzkommando stürmt Wohnung des Lkw-Terroristen

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Syrer verursachte Lkw-Zusammenstoß in Limburg.

Deutschland. Die Stadt Limburg an der Lahn (30.000 Einwohner) ist schockiert von dem Lkw-Crash in der Innenstadt. Neun Menschen wurden verletzt, als ein Lastwagen sieben Autos rammte. Nach dem Zwischenfall mit einem Lastwagen im hessischen Limburg ist das Motiv des Fahrers weiter unklar. Bei dem am Montagabend festgenommenen Mann handelt sich um einen Syrer, der sich seit 2015 in Deutschland aufhält und 2016 einen subsidiären, also eingeschränkten Schutzstatus erhalten hat.

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Lkw terror

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Lkw terror

 

Einsatzkommando stürmte Wohnung

Großer Aufruhr gegen 1 Uhr nachts in Langen: Das SEK stürmte ein Naturfreundehaus und durchsuchte eine Wohnung im ersten Stock. Dabei handelte es sich, laut "Bild", um die Einzimmerwohnung des Lkw-Angreifers von Limburg. Rund 60 Beamte des SEK, der Bereitschaftspolizei und der Spurensicherung waren im Einsatz. Die Wohnungstür im ersten Stock wurde mit Plastiksprengstoff geöffnet. Ein Spürhund suchte das Haus ab.

Wie die "Bild" berichtet, soll der mutmaßliche Täter von Limburg am Montag bereits mehrfach versucht haben, einen Lkw zu kapern. Zudem sei er der Polizei bekannt gewesen, allerdings weder als Gefährder oder Islamist.
 
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Asylantrag im Oktober 2019 abgelehnt 

Der Asylantrag des verdächtigen Syrers, der den Lkw von Limburg gesteuert haben soll, soll im Oktober 2019 abgelehnt worden sein. Das berichtet der "Spiegel". Seit 1. Oktober habe er keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr gehabt. Wie das Magazin berichtet, sei der Tatverdächtige der Polizei bereits wegen Körperverletzung, Drogendelikten sowie Ladendiebstahls bekannt gewesen.
 
Laut "Focus" wohnte der syrische Fahrer des Lkws seit rund einem Jahr in einem Gasthaus in Langen. Dies sagte ein Mitarbeiter des Hotels zu "Focus". Demnach sei die Miete von den Behörden bezahlt worden. Der Mann habe seinen Namen mit Mohammed O. angeben und sei sehr unauffällig gewesen.
 

Keine Hinweise auf islamistische Szene 

Nach dem Vorfall mit einem Lastwagen im hessischen Limburg haben die Behörden keine Hinweise auf Verbindungen des Tatverdächtigen in die Gewalt bereits islamistische Szene. Dies gelte zumindest "nach den derzeitigen Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden", erklärte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag in Wiesbaden.
 
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Landeskriminalamt teilen indes mit, dass wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt wird. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich den Ermittlerangaben zufolge um einen 32-jähriger Syrer aus dem Landkreis Offenbach. Der Mann soll noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Hintergründe des Vorfalls seien weiterhin unklar. Insbesondere gebe es keine Erkenntnisse zum Motiv des Manns.
 
Die Ermittler werfen dem 32-Jährigen vor, am Montag in Limburg einen Lastwagen gestohlen zu haben, indem er dessen Fahrer gewaltsam aus der Kabine zog, ohne jedoch eine Waffe zu benutzen. Er soll wenige Meter mit dem Laster gefahren sein, bis er an einer Kreuzung ungebremst auf mehrere vor ihm stehende Fahrzeuge aufgefahren sei. Sieben Autos und ein Kleintransporter wurden dadurch zusammengeschoben.
 
Acht Insassen und der mutmaßliche Täter wurden leicht verletzt. Mehrere Beamte der Bundespolizei hielten sich den Ermittlern zufolge zufällig in der Nähe des Tatorts auf. Sie nahmen den Verdächtigen fest. Bei zwei Razzien im Landkreis Offenbach und im Landkreis Limburg-Weilburg, die im Zusammenhang zum Vorfall in Limburg standen, sei Beweismaterial wie Mobiltelefone oder USB-Sticks beschlagnahmt worden.
 
Beuth verurteilte die Tat und mahnte zugleich: "Auch wenn der Tathergang an die schrecklichen Anschläge von Nizza oder Berlin erinnert, ist das Motiv des festgenommenen Manns nach wie vor unklar." Die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung befänden sich "in Hessen auf einem hohen Niveau", versicherte er und dankte "den Einsatzkräften und couragierten Bürgern, die vor Ort die Verletzten versorgt und erste Hilfe geleistet haben".
 

"Mich hat ein Mann aus meinem Lkw gezerrt."

Die "Frankfurter Neue Presse" hatte am Abend den eigentlichen Fahrer des Lasters zitiert: "Mich hat ein Mann aus meinem Lkw gezerrt." Als er vor einer roten Ampel wartete, habe der Unbekannte die Fahrertür des Lasters aufgerissen und ihn mit weit geöffneten Augen angestarrt, so der Fahrer. "Was willst Du von mir?", habe er den Mann gefragt. "Aber er hat kein Wort geredet. Ich habe ihn noch mal gefragt. Dann hat er mich aus dem Lkw gezerrt", heißt es weiter in dem Bericht.
 
Der Zeitung zufolge soll der Mann, der bei der Kollision am Steuer saß, von Passanten erstversorgt worden sein. Dabei soll der Fahrer laut den Passanten mehrmals "Allah" gesagt haben, wie ein Reporter berichtete.
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