Auf Satellitenaufnahmen
MH370: 122 mögliche Wrackteile gesichtet
Neue Satellitenbilder haben die Hoffnung geweckt, bald Wrackteile der verunglückten Malaysia-Airlines-Maschine zu finden. Die Aufnahmen zeigten im Indischen Ozean ein Trümmerfeld mit 122 möglichen Flugzeugteilen, sagte der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein am Mittwoch. Unterdessen hat Österreichs Botschafter in Kuala Lumpur Malaysias Umgang mit der verschwundenen Boeing 777 gelobt.
(c) EPA
Die auf früheren Satellitenaufnahmen entdeckten Objekte wurden bisher nicht entdeckt. Die Suche ging am Mittwoch nach einer 24-stündigen Unterbrechung wegen schlechten Wetters weiter. Die Crews an Bord von zwölf Flugzeugen und zwei Schiffen konnten weiter keine möglichen Wrackteile ausmachen.
Keine "ewige Suche"
Australien kann die Suche nach den Worten von Regierungschef Tony Abbott nicht ewig fortsetzen. "Wir suchen weiter, weil wir es den Menschen schuldig sind, alles zu tun, um dieses Rätsel zu lösen", sagte Abbott am Mittwoch im Parlament. "(Die Suche) ist nicht völlig unbefristet, aber dies ist nicht etwas, was wir leicht aufgeben würden." Der Einsatz eines einzigen Aufklärungsflugzeugs kostet nach Schätzungen mehr als 60.000 Euro am Tag.
Die genaue Absturzstelle zu finden, hat weiter höchste Priorität. Dort müsste der Rumpf der Maschine auf dem Meeresboden liegen, mit den beiden Blackboxen. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss über die Ursache des Irrflugs. Sie war nach dem Start in Kuala Lumpur vom Kurs nach Peking abgewichen und ohne funktionierende Kommunikationssysteme bis zu acht Stunden - so lange, wie der Treibstoff reichte - Richtung Süden geflogen. Warum ist unklar.
Zweijähriger ist jüngstes Opfer
Für die Menschen an Bord gibt es keine Hoffnung mehr. Die Behörden haben ihren Tod verkündigt. Das jüngste Opfer des Geisterfluges ist Moheng Wang aus China. Das knapp zweijährige Kind war mit seinen beiden Eltern unterwegs. Insgesamt finden sich noch 4 weitere Kleinkinder unter den Opfern.
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