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Weltchronik

Muslimischer Geistlicher in Südrussland erschossen

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Ein muslimischer Geistlicher ist in der südrussischen Stadt Kislowodsk von zwei Männern erschossen worden.

Die beiden Angreifer flohen, nachdem sie den Imam der örtlichen Moschee, Abubekir Kurdschijew (55), in der südrussischen Stadt Kislowodsk, im Hauseingang erschossen hatten. Nach dem Attentat lieferten sich die mutmaßlichen Attentäter und die Polizei eine wilde Schießerei berichtet die russische Nachrichtenagentur ITAR-TAS. Ein Polizist wurde dabei verletzt, als er versucht habe, die zwei Bewaffneten aufzuhalten.

Islamisten
Möglicherweise gehe der Mord auf das Konto von Islamisten, sagten Quellen im Sicherheitsapparat. Kurdschijew habe als traditioneller, staatsnaher Prediger gegolten. Der geistliche Führer der Moslems im Nordkaukasus, Ismail Berdijew, wies den Verdacht eines Konflikts zwischen Christen und Moslems in Kislowodsk zurück.

Christlich geprägt
Im religiös gemischten Nordkaukasus liegt Kislowodsk im vorwiegend christlich geprägten Gebiet Stawropol. Im Kurort Kislowodsk leben wie in weiten Teilen Südrusslands zahlreiche nationalistisch geprägte Christen, die den aus dem Kaukasus zuwandernden Muslimen skeptisch gegenüberstehen.

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