Rolando Villazón singt

Comeback

© EPA

Rolando Villazón singt "Manon" in der Staatsoper

Mit seinem Werther hat er das Wiener Publikum begeistert. Ab heute singt Rolando Villazón an der Staatsoper dreimal den Des Grieux in Massenets Manon und setzt damit sein Comeback nach halbjähriger Bühnen- und Podien-Absenz fort.

Am 21. und 25. Jänner gibt’s Wiederholungsvorstellungen. Erst im Dezember kommt Villazón dann wieder an die Staatsoper: Zu Weihnachten soll er dreimal den Rudolf in Puccinis Bohème singen.

Für die Verfilmung dieser Puccini-Oper durch Robert Dornhelm hat Villazón im Februar und März viel Zeit eingeplant. Der Soundtrack wurde zwar bereits 2007 in München produziert (und erscheint vor dem Sommer als CD), doch der Regisseur will Playback- und Live-Gesang mischen, wenn Nahaufnahmen dies nötig machen.

Solo-CD
Im März erscheint eine neue Arien-CD (Titel: Cielo E Mar), deren Aufnahmen im Frühling des Vorjahres in Mailand entstanden. Es ist Villazóns erste Solo-Platte für die Deutsche Grammophon. Einige Hörproben machen sicher: Von Stimmkrise war damals (noch) keine Rede.

Reduktion
Bei den Wiener Manon-Vorstellungen singt Norah Amsellem die Titelpartie. Die französische Sängerin ist seit zehn Jahren auf allen großen Bühnen erfolgreich; an der Wiener Oper hat sie bisher Juliette (Gounod) und Violetta (Verdi) gesungen. Markus Eiche ist ihr Bruder Lescaut, Marco Armiliato dirigiert.

Rolando Villazón scheint in diesem Kalenderjahr tatsächlich, wie versprochen, seine Auftritte zu reduzieren. Angekündigt werden rund 40 Opernvorstellungen, außer in Wien noch in London (Don Carlos vor dem Sommer, Hoffmann im Herbst) und Berlin (Lensky in Eugen Onegin im Oktober) sowie bei den Salzburger Festspielen Roméo et Juliette mit der Netrebko.

Passion
Außerdem sind derzeit für 2008 etwa zehn Konzerte vorgesehen. Zwei davon sind ungewöhnlich wegen Schauplatz oder Partner: Am 19. Juli singt Villazón gemeinsam mit der Netrebko bei den Oberammergauer Passionsspielen. Zuvor tritt er am 7. Juli mit seinem Tenor-Kollegen Juan Diego Flórez in Paris auf.

Karl Löbl

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