Simone Young:

"Daphne"

Simone Young: "Powerfrau" der Oper

Das Thema „Frau am Dirigentenpult“ ist für Simone Young, die ab heute Richard Strauss’ Daphne an der Wiener Staatsoper dirigiert, ein No-Go: „Es interessiert mich nicht, und ich spreche auch nicht darüber. Es würde ja auch niemandem einfallen, Frau Merkel zu fragen, ob es eine Frau schwerer hat, Kanzler zu sein, als ein Mann! Reden wir über etwas anderes.“

Da spricht sie lieber über ihre Intendanz in Hamburg: „Ich bin dort Intendant und Generalmusikdirektor – sozusagen Dominique Meyer und Franz Welser-Möst in Personalunion. Wären diese Funktionen personell getrennt, sähe ich zu viele Konfliktfelder.“ Ihren Vertrag mit Hamburg wolle sie allerdings 2015 nicht mehr verlängern.

Zu Strauss habe sie das beste Verhältnis: „In Hamburg hatten wir ein regelrechtes Strauss-Festival mit sechs Opern in einer Spielzeit. Da war auch die Daphne dabei. Und mit Johan Botha, der jetzt in Wien den Apollo singt, arbeite ich seit 1993 weltweit zusammen. Wir sind ein eingespieltes Team. Die ,Familie‘ kommt wieder einmal zusammen.“

Bunt gemischt
Ihre familiäre Herkunft präzisiert Simone Young humorvoll: „Ich bin eine echte Australierin. Das heißt, ich bin bunt gemischt. Von meinen vier Großeltern ist nur ein Opa in Australien geboren. Der andere ist aus Nordirland ausgewandert, und die Großeltern mütterlicherseits stammen aus Kroatien. Leider kann ich nur 15 Worte Kroatisch: „Danke, bitte, noch mehr, tschüs …“

Autor: Christoph Hirschmann
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