Nacktscanner: Die wichtigsten Fragen

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Nacktscanner: Die wichtigsten Fragen

Die Diskussion um die Einführung von Nacktscannern auf Flughäfen ist in vollem Gange. Mit diesen Geräten ist es möglich, auch direkt am Körper getragene Gegenstände durch die Kleidung hindurchzusehen. Auf was müssen sich Reisende dabei einstellen, was gibt es zu beachten, wie tief greift er in deren Privatsphäre ein? HolidayCheck.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum „Nacktscanner“.

Wie funktioniert er?
Jeder Körper reflektiert Wärmewellen oder strahlt selbst welche ab. Diese werden von dem Gerät aufgespürt. Hierdurch wird ein Abbild des menschlichen Körpers erstellt. Gegenstände am Körper erkennt der Scanner durch so genannte „Wärmeschatten“.

Muss ich mich ausziehen?
Niemand muss sich ausziehen! Der Körperscanner wird „Nacktscanner“ genannt, weil er den Fluggast bis zur nackten Haut durchleuchten kann. So weit gehen die meisten Scanner aber nicht: Eine Software kann diese Darstellung verhindern.

Sieht man mich nackt?

Nein. Erkennt das Gerät keine verdächtigen Gegenstände, zeigt der Monitor dem Sicherheitspersonal nur einen grünen Bildschirm mit der Aufschrift „OK“. Hat es vermeintlich Gefährliches entdeckt (im sog. „Anzeigefall“) wird nicht der tatsächliche Körper abgebildet. Der Monitor zeigt eine Figur, die aussieht wie ein Ampelmännchen. Stellen, an denen verdächtige Stoffe oder Geräte entdeckt wurden, sind mit gelben Flaggen gekennzeichnet.

Ist die Strahlung gesundheitsschädlich?

Laut Angaben des Herstellers werden zum Scannen keine Röntgen- oder gar radioaktive Strahlen benutzt. Die Bilder werden von Radiowellen erstellt, die 10.000 Mal weniger intensiv sind als die von Mobiltelefonen.

Ich bin gepierct. Sehen die das auf dem Monitor?
Kleine Gegenstände erscheinen eher schemenhaft. Aufgrund von Form und Größe können Piercings dennoch meist direkt als ungefährlich erkannt werden. Bei Problemen werden Sie jedoch zur Einzelkontrolle gebeten.

Muss ich früher zum Flughafen, weil es längere Wartezeiten beim Securitycheck gibt?

Das neue Gerät fertigt mehr als 350 Passagiere pro Stunde ab. Das bedeutet, dass mindestens alle zehn Sekunden eine Person durch die Sicherheitsschleuse gehen kann. Verzögerungen sollten deshalb nicht auftreten. Um den Nacktscanner auf seine Praxistauglichkeit zu testen, wird nun dieser Feldtest durchgeführt. „Ziel ist es“, laut BMI „die Luftsicherheitskontrollen von Personen effizienter zu gestalten und das Sicherheitsniveau zu erhöhen.“

Werden die Scanner bereits eingesetzt?
In den Flughäfen von Amsterdam, London und Zürich sind sie im Einsatz. In den USA arbeitet man bereits mit rund 200 Geräten auf 51 Flughäfen. Ab Ende September wird er auch am Flughafen Hamburg für Sicherheitskontrollen eingesetzt.

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