Transfer-Hammer

Alaba-Knall: ÖFB-Kapitän trainiert schon in Miami

Zufall oder perfektes Timing? Während sich David Alaba nach dem WM-Aus mit Österreich in Miami erholt, tickt im Hintergrund bereits die Transfer-Uhr. In genau einer Woche, am 13. Juli, öffnet das Transferfenster der MLS – und ausgerechnet jetzt verbringt der vereinslose ÖFB-Kapitän seine Urlaubstage dort, wo ein spektakulärer Neustart Realität werden könnte: bei Inter Miami.
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Nach fünf Jahren bei Real Madrid ist Alaba seit 1. Juli offiziell ohne Klub. Jetzt beginnt die wohl spannendste Suche seiner Karriere. Italienische Medien brachten Juventus Turin ins Spiel, Manchester United galt  ebenfalls als Interessent. Inter Mailand soll laut Gazzetta dello Sport wegen Alabas Alter und seiner Gehaltsforderungen bereits abgewunken haben. Ein Wechsel nach Saudi-Arabien gilt dagegen als äußerst unwahrscheinlich.

Dafür wird die Spur nach Florida immer heißer. Der MLS-Klub von Miteigentümer David Beckham hat durch die Karriereenden von Sergio Busquets und Jordi Alba sowie den Wechsel von Wunschkandidat Robert Lewandowski zu Chicago Fire finanziell wieder kräftig Luft geschaffen. Trotz der strengen MLS-Regularien wäre damit wieder Platz für einen weiteren Topstar.

Miami mit freiem Alaba-Budget

Der Grund: In der MLS gilt zwar ein Salary Cap, also eine Gehaltsobergrenze für die Klubs. Für absolute Weltstars gibt es allerdings Ausnahmeregeln. Genau deshalb wäre auch ein Transfer des ablösefreien Alaba realistisch. Sein letztes Gehalt von rund 22,5 Millionen Euro brutto pro Jahr bei Real Madrid wird er in Florida zwar nicht mehr verdienen. Zum Schnäppchen würde der ÖFB-Kapitän trotzdem nicht werden. Ein Vertrag im einstelligen Millionenbereich gilt als realistisch. Zum Vergleich: Ex-Atletico-Star Rodrigo De Paul  soll rund sieben Millionen Euro pro Saison kassieren.

Mit Messi gemeinsam um Titel spielen

Und das ist längst nicht alles. Wer bei Inter Miami unterschreibt, kassiert nicht nur am Spielfeld: Werbedeals, Sponsoren, Merchandising und Marketing-Kampagnen spülen zusätzlich Millionen in die Kasse. Genau dieses Gesamtpaket machte den Beckham-Klub zuletzt zur Traumadresse für die größten Namen des Weltfußballs – und könnte nun auch Alaba nach Florida locken.

Statt gegen Messi könnte Alaba schon bald an seiner Seite spielen.
Statt gegen Messi könnte Alaba schon bald an seiner Seite spielen. © FIFA via Getty Images

Auch sportlich spricht vieles für Miami. An der Seite von Lionel Messi, Luis Suárez und De Paul könnte Alaba noch einmal um Titel spielen. Weltstar, Führungsspieler und Siegermentalität – genau nach diesem Profil sucht Beckham. Hinzu kommt: Der Ex-Real-Star kennt Alabas Qualitäten aus dessen Zeit bei den Königlichen bestens.

Dass sich der Wiener in Florida wohlfühlt, zeigt auch sein Urlaub. Gemeinsam mit seiner Familie sowie den ÖFB-Teamkollegen Marco Friedl und Florian Grillitsch genießt Alaba die freie Zeit in Miami. Doch selbst zwischen Strand und Sonne wird gearbeitet: Mit einem Selfie aus dem Fitnessstudio und den Worten "Back at it" machte der 34-Jährige klar, dass er längst am nächsten Kapitel seiner Karriere feilt.

Keine Pause für unseren ÖFB-Kapitän.
Keine Pause für unseren ÖFB-Kapitän.

Alaba: »Werde mir Gedanken machen«

Der Wiener selbst hält sich noch bedeckt: "Für mich persönlich geht es jetzt erst einmal darum, das alles zu verarbeiten. In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich mir überhaupt keine Gedanken über meine Zukunft gemacht. Jetzt werde ich mir Gedanken machen, wie meine Zukunft auf Klubebene aussehen wird. Dann werde ich mit allen Gespräche führen."

Noch ist nichts entschieden. Doch der Zeitpunkt, der Ort und die Ausgangslage machen Inter Miami derzeit zur wohl heißesten Adresse im Alaba-Poker. Und vielleicht wird aus dem Familienurlaub in Florida schon bald ein Daueraufenthalt.

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