Auf Wiedersehen USA, es war uns ein Fest! Nach dem Sechzehntelfinale war für Österreich bei dieser größten WM aller Zeiten die Reise vorbei. Ab jetzt gibt es keinen Blick mehr nach vorne, nur mehr zurück. Daher stellt sich die Frage: Was waren die Tops, was waren die Flops im rot-weiß-roten WM-Märchen, das etwas zu früh geplatzt ist? Wir werfen einen Blick darauf.
Mann des Turniers: Alexander Schlager
Fangen wir mit dem Positiven an und hier muss ein Spieler zuallererst die Bühne bekommen: Alexander Schlager. Wütete vor dem Turnier noch eine Torhüter-Diskussion mit gleich drei Namen, beendete der Salzburger die Einser-Diskussionen binnen weniger WM-Minuten und blickte nicht mehr zurück. In Erinnerung bleiben zahlreiche Glanzparaden, ein fehlerloses Turnier und ein besonderer Moment – dazu gleich mehr.
Positiv genannt werden sollten auch Kevin Danso, der seinen Körper wiederholt als Tor-Schutzschild verwendete, Offensiv-Alleinunterhalter Marcel Sabitzer und Konrad Laimer, der überall aushelfen musste.
Bist du deppert, ein Tor für die Ewigkeit
Kommen wir von den Akteuren des Turniers zu den Highlight-Momenten. Auch hier gibt es einen ganz klaren Gewinner. Es ist Sonntag, der 28. Juni, kurz nach 6 Uhr MESZ und Minute 90+6 läuft. Es fliegt ein hoher Ball in Richtung Tor-Out, Michael Gregoritsch schraubt sich hoch und bringt den Ball per Kopf in die Strafraum-Mitte, wo Joker Sasa Kalajdzic souverän ins rechte untere Eck einköpft. Ekstase, ein ORF-Torschrei für die Annalen (Daniel Warmuths „Bist du deppert“) und ein Held, der nach drei Kreuzbandrissen seine Nation in die K.o.-Runde feuerte. Das nimmt ihm und uns keiner mehr!
Darüber hinaus darf natürlich auch Schlagers Psycho-Duell mit Lionel Messi beim verschossenen Elfmeter nicht unerwähnt bleiben. Ebenso wenig wie Österreichs Fans vor Ort, die bei den Einheimischen Spuren hinterließen oder Romano Schmids Zauber-Schlenzer.
Viele Spieler suchten ihre Form vergeblich
Leider brachte die Weltmeisterschaft auch einige Lowlights mit sich. So suchten viele ÖFB-Stars ihre Form, ohne sie jemals zu finden. Xaver Schlager, der mit Kieferbruch gehandicapte Stefan Posch oder Florian Grillitsch brachten nur sehr wenig Leistung. Auch vom nur für 60 Minuten fitten Kapitän David Alaba durfte man mehr erwarten.
Auch interessant
Schlussendlich war vom gewohnten RB-Pressing-Fußball wenig zu sehen, dafür viele Rotationen bei der Aufstellung – auch Trainer Ralf Rangnick schienen die nötigen Ideen zu fehlen.
Wie kann das denn bitte kein Foul sein?
Ein negativer Moment bleibt noch. Was wäre, wenn das klare Foul an Schlager vor Lionel Messis 1:0 gepfiffen wird? Ein Nachgeschmack bleibt, doch am Ende sollte die erste WM-K.o.-Runde seit 1954 gefeiert werden.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden